Speichel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Speichels · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungSpei-chel
Wortbildung mit ›Speichel‹ als Erstglied: ↗Speichelabsonderung · ↗Speicheldrüse · ↗Speichelfluss · ↗Speichellecker · ↗Speichelsonde · ↗Speicheltest
eWDG, 1976

Bedeutung

von den im Mund befindlichen Drüsen abgesonderte Flüssigkeit, die sich beim Kauen mit den Speisen vermischt, Spucke
Beispiele:
Speichel absondern
den Speichel (herunter)schlucken, auswerfen
als er an den saftigen Braten dachte, bekam er Appetit, und der Speichel lief ihm im Mund zusammen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Speichel · Speichellecker
Speichel m. ‘von Munddrüsen abgesonderte Flüssigkeit’, ahd. speihhil(l)a f. (9. Jh.), mhd. speichel f., mnd. spēkel(e) f., spēkel m., mnl. spēkel m. f. n., afries. spekle steht als Bildung mit dem (einen Bindevokal i enthaltenden) Suffix germ. -ila- bzw. -ilō (germ. *spaikla-, *spaiklō) und ahd. speihhaltra f. (9. Jh.), mhd. speicholter f., asächs. spēkaldra f., mnd. spēkeldere m., got. spaiskuldr n. mit dem Suffix germ. -aldra- / -uldra- bzw. -aldrō / -uldrō(n) neben mhd. speich m., speiche f., mnd. spēke f. Alle Formen stellen sich als Gutturalableitungen zu der unter ↗speien (s. d.) angegebenen lautnachahmenden (auch hier vielfach affektisch beeinflußten) ie. Vorstufe. Übergang zum maskulinen Genus des in älterer Sprache vornehmlich femininen Wortes erfolgt im 16. Jh. Speichellecker m. ‘Kriecher, übler Schmeichler’ (18. Jh.); vgl. jmds. Speichel lecken ‘vor jmdm. kriechen, ihm würdelos schmeicheln’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Saliva · Speichel  ●  ↗Sabber  ugs. · ↗Spucke  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absonderung Blut DNA-Analyse Hautpartikel Hautschuppen Hautzelle Kot Magensaft Mundhöhle Mundwinkel Mücke Schleim Schweiß Sekret Sperma Tränenflüssigkeit Urin Vampirfledermaus Zeck Zigarettenkippe absondern anfeuchten giftig herunterschlucken injizieren klebrig lecken rinnen schaumig tropfen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Speichel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und wenn gar nichts zur Hand ist, macht es auch etwas Speichel.
Bild, 28.01.2002
Plötzlich kann der kleine Jan nicht mehr richtig sprechen, dann zieht er den Fuß nach, Speichel läuft ihm aus dem Mund.
Der Tagesspiegel, 14.03.2001
Dann fing er an, Speichel aus seinem Mund tropfen zu lassen.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 209
Sie hielt ihm die zersplitterten Schalen voller Speichel und die braunbepelzten Kerne hin.
Fichte, Hubert: Das Waisenhaus, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1988 [1965], S. 54
Ich schlug die Zähne gegeneinander, kaute auf meinem Speichel, schluckte.
Rasp, Renate: Ein ungeratener Sohn, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1967, S. 100
Zitationshilfe
„Speichel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Speichel>, abgerufen am 16.10.2019.

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