Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Sphärenharmonie, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Sphä-ren-har-mo-nie
eWDG

Bedeutung

nach der Annahme der Pythagoreer harmonische, jedoch für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbare Töne, die angeblich die Himmelskörper durch ihre Bewegung hervorbringen

Verwendungsbeispiele für ›Sphärenharmonie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Theorie war der erste Anstoß für die in der Geistesgeschichte immer wieder auftretende Rede von der Sphärenharmonie. [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 1: Altertum und Mittelalter. In: Mathias Bertram (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1948], S. 2492]
Im Universum selbst schlummert Musik, eine Art romantischer Wiedererweckung uralter Vorstellungen von der Sphärenharmonie. [Blume, Friedrich: Romantik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 28469]
Von der schwingenden Saite zur kosmischen Sphärenharmonie war es für Pythagoras nur ein kleiner Schritt. [Die Zeit, 08.01.2001, Nr. 02]
Das Kirren und Sirren der Bläser ist Sphärenharmonie; die Zeit in den leuchtend aufgespreizten Choralsätzen wirkt wie in höchster Spannung eingefroren. [Süddeutsche Zeitung, 03.11.1997]
In Ihrem Theater verknüpfen Sie Farbprojektionen und Skrjabin‑Sonaten, die Betrachtung des Sternenhimmels mit Musik der Sphärenharmonie. [Der Tagesspiegel, 30.11.1999]
Zitationshilfe
„Sphärenharmonie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sph%C3%A4renharmonie>.

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