Spießbürgerlichkeit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Spießbürgerlichkeit · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Spieß-bür-ger-lich-keit
Wortzerlegung spießbürgerlich-keit
eWDG, 1976

Bedeutung

abwertend Gesinnung, Einstellung eines Spießbürgers

Verwendungsbeispiele für ›Spießbürgerlichkeit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man fühlt sich so recht zurückversetzt in die Spießbürgerlichkeit der guten alten Zeit.
Völkischer Beobachter (Bayernausgabe), 01.03.1930
Also gibt er sich größte Mühe, die Duftmarken der Spießbürgerlichkeit ordentlich über den Text zu verteilen.
Der Tagesspiegel, 22.04.2001
Wer weiß, ob Fischer ohne die Erfahrung der Spießbürgerlichkeit in Deutschlands führende Revoluzzer-Liga aufgestiegen wäre?
Die Zeit, 16.05.2011, Nr. 20
Inzwischen praktizieren ihre Vertreter das Gegenteil, legen um ihr Privatleben einen Schleier der Spießbürgerlichkeit.
Bild, 31.08.2004
Die bischöfliche Angst vor Menschen, die beten wollen, offenbart eine ganz banale, christlich verbrämte Spießbürgerlichkeit.
Alt, Franz: Liebe ist möglich, München: Piper 1985, S. 112
Zitationshilfe
„Spießbürgerlichkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Spie%C3%9Fb%C3%BCrgerlichkeit>, abgerufen am 25.11.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
spießbürgerlich
Spießbürger
Spießbraten
Spießbock
Spieß
Spießbürgertum
Spießchen
spießen
Spießer
spießerhaft