Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Spießbürgertum, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Spießbürgertums · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Spieß-bür-ger-tum
Wortzerlegung Spießbürger -tum
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

abwertend
1.
Existenz(form) und Lebenswelt des Spießbürgers
2.
Gesamtheit der Spießbürger

Verwendungsbeispiele für ›Spießbürgertum‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihren Gesinnungszustand hätte Max Weber wohl als »politisches Spießbürgertum« verurteilt. [konkret, 1992]
Auf der anderen Seite stehen die Reihen des deutschen Spießbürgertums fest geschlossen. [Süddeutsche Zeitung, 19.01.2001]
Alle lachten, ich verstand das Ganze als eine Art Parodie auf das Spießbürgertum und lachte herzlich mit. [Süddeutsche Zeitung, 11.09.2002]
Der Zerfall zwischen Künstler und Publikum, zwischen Kunst und Spießbürgertum ist unaufhaltsam geworden. [Blume, Friedrich: Romantik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 28469]
In Cannstatt setzte das Spießbürgertum der sozialdemokratischen Bewegung einen noch größeren Widerstand entgegen, als in Stuttgart. [Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 2. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 1320]
Zitationshilfe
„Spießbürgertum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Spie%C3%9Fb%C3%BCrgertum>.

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