Spielball, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungSpiel-ball (computergeneriert)
WortzerlegungspielenBall1
eWDG, 1976

Bedeutung

machtloses oder willenloses Werkzeug
Beispiele:
das Boot wurde zum Spielball der Wellen (= war den Wellen preisgegeben)
er wurde zum Spielball ihrer Launen
Spielball der Götter [HagelstangeSpielballTitel]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Devisenmarkt Eitelkeit Großmacht Haushaltspolitik Innenpolitik Interesse Interessengruppe Intrige Kalkül Laune Macht Machtinteresse Machtpolitik Mächtiger Naturgewalt Parteiinteresse Parteipolitik Spekulant Spekulation Trieb Weltmacht Weltpolitik Willkür Zocker degradieren geworden hilflos verkommen wehrlos willenlos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Spielball‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und nach dem Sex kickt sie ihre männlichen Spielbälle gekonnt aus dem Bett.
Der Tagesspiegel, 28.06.2002
Warum habt ihr euch zum Spielball der anderen machen lassen?
Bild, 04.11.1999
So war das Reich praktisch herrscherlos und ein Spielball in den Händen korrupter Beamter.
Heissig, Walther: Mongolenreiche. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 2934
Die Welt als Spielball äußerer Abhängigkeit und innerer Teilnahme bildete eine erniedrigende Störung.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 60
Ohne Schwans Management wäre ich wohl bald ein Spielball geschäftstüchtiger Leute geworden.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 95
Zitationshilfe
„Spielball“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Spielball>, abgerufen am 14.10.2019.

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