Spieler, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Spielers · Nominativ Plural: Spieler
Aussprache  [ˈʃpiːlɐ]
Worttrennung Spie-ler
Wortzerlegung spielen -er
Wortbildung  mit ›Spieler‹ als Erstglied: Spielerberater · Spielerfrau · Spielergehalt · Spielergewerkschaft · Spielerin · Spielernatur · Spielertrainer · Spielertransfer · Spielervermittler · Spielerwechsel · spielerisch
 ·  mit ›Spieler‹ als Letztglied: Abwehrspieler · Akkordeonspieler · Akkordionspieler · Alleinspieler · Allroundspieler · Angriffsspieler · Aufbauspieler · Auswahlspieler · Auswechselspieler · Außenspieler · Ballspieler · Basketballspieler · Bildplattenspieler · Billardspieler · Blindspieler · Bundesligaspieler · CD-Spieler · Cellospieler · Charakterspieler · Chargenspieler · Cricketspieler · Defensivspieler · Dominospieler · Drehorgelspieler · Einzelspieler · Eishockeyspieler · Ergänzungsspieler · Ersatzspieler · Falschspieler · Feldspieler · Flötenspieler · Flügelspieler · Fußballspieler · Führungsspieler · Gegenspieler · Geigenspieler · Gewohnheitsspieler · Gitarrenspieler · Golfspieler · Handballspieler · Harfenspieler · Hasardspieler · Hinterspieler · Hockeyspieler · Hütchenspieler · Kartenspieler · Kassettenspieler · Kegelspieler · Keyboardspieler · Klarinettenspieler · Klassespieler · Klavierspieler · Kreisspieler · Kricketspieler · Lautenspieler · Lizenzspieler · Malspieler · Marionettenspieler · Mittelfeldspieler · Mundharmonikaspieler · Nachwuchsspieler · Nationalspieler · Nebenspieler · Netzspieler · Offensivspieler · Orgelspieler · Plattenspieler · Pokerspieler · Polospieler · Posaunenspieler · Puppenspieler · Reservespieler · Roulettespieler · Rückraumspieler · Schachspieler · Schattenspieler · Schluss-Spieler · Schlussspieler · Schlüsselspieler · Scratchspieler · Skatspieler · Solospieler · Spitzenspieler · Stammspieler · Systemspieler · Taschenspieler · Tennisspieler · Tischtennisspieler · Topspieler · Turnierspieler · Vertragsspieler · Vetospieler · Volleyballspieler · Wasserballspieler · Weltklassespieler · Whistspieler · Wunschspieler · Würfelspieler · Zitherspieler · Zweitligaspieler
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eWDG und ZDL

Bedeutungen

1.
jmd., der an einem (sportlichen) Spiel teilnimmtWDG
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: junge, erfahrene Spieler; der beste, wertvollste Spieler [der Saison, des Spiels, Turniers]; ein hervorragender, talentierter, überragender Spieler; ein gegnerischer Spieler; ein gesunder, verletzter Spieler
als Akkusativobjekt: Spieler aufbieten, auswechseln, einsetzen, nominieren, verpflichten
in Präpositionalgruppe/-objekt: ein Kader, die Verpflichtung von Spielern; sich von einem Spieler trennen
mit Genitivattribut: die Spieler eines Kaders, einer Mannschaft, einer Liga, der Nationalmannschaft
in Koordination: Spieler und Trainer, Fans, Zuschauer
mit Prädikativ: die Spieler sind fit, hochmotiviert, müde
als Aktivsubjekt: die Spieler laufen auf, trainieren
hat Präpositionalgruppe/-objekt: die Spieler auf dem Rasen, im Kader, Team, Aufgebot; ein Spieler mit Perspektive, Potenzial
als Genitivattribut: die Verpflichtung, der Transfer eines Spielers
als Prädikativ: eine Karriere, ein Comeback als Spieler
Beispiele:
er ist ein fähiger, hervorragender, fairer SpielerWDG
drei Spieler gehören zu einer SkatrundeWDG
Die Handballer haben […] geahnt, dass Nachrichten dieser Art auf sie zukommen würden: Die Sportart erlebt aktuell die körperlich anstrengendsten Tage ihrer Geschichte, die Belastungen für die Spieler gehen in der Pandemie‑Saison weit über das erträgliche Maß hinaus. [Süddeutsche Zeitung, 15.05.2021]
Er wurde von den Eishockey‑Journalisten in den USA und Kanada als MVP (englisch: Most Valuable Player = wertvollster Spieler) mit der Hart Memorial Trophy ausgezeichnet. [Bild, 23.09.2020]
[Bundestrainer Joachim] Löw verabschiedete sich am Dienstag von Spielern, die den deutschen Fußball in den vergangenen neun, zehn Jahren […] geprägt haben. [Die Welt, 06.03.2019]
Der Aufschlag, der einzige Schlag, auf den der Gegner nicht den geringsten Einfluß [sic!] ausüben kann, gilt im Tennis als Maßstab für die psychische Stabilität eines Spielers. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2006]
Der Weg zum Erfolg gestaltete sich allerdings für die Eisbären anfangs recht mühsam. Und das lag nicht ausschließlich daran, dass neben den momentan fünf bei der U20‑WM in den USA beschäftigten Spielern auch noch Sven Felski wegen seiner Handverletzung ausfiel. Die als Ersatz aufgebotenen jungen Spieler wie etwa der 17‑jährige Christoph Gawlik machten ihre Sache recht ordentlich. [Der Tagesspiegel, 31.12.2004]
2.
Person, die an einem Glücksspiel teilnimmt
Beispiele:
Die Spielverordnung sieht vor, dass der Automat nach einem Einsatz von 80 Euro eine Einsatzpause einlegt, zum Schutz des Spielers vor zu großen Verlusten[…]. [Welt am Sonntag, 14.07.2019]
Bei Glücksspielen […] entscheide der Zufall, ob Spieler überhaupt einen Gewinn erhalten, wie zum Beispiel bei einarmigen Banditen [mit einem Hebel betriebene Spielautomaten]. [Süddeutsche Zeitung, 09.10.2020]
Ist es Zufall, dass […] nicht nur der leidenschaftliche Spieler Dostojewski, sondern auch der sonst so besonnene Tolstoi gleich mehrfach all sein Geld verlor, während der in Baden‑Baden lebende Schachliebhaber Turgenjew die Spielsucht seiner Schriftstellerkollegen kopfschüttelnd verfolgte? [Welt am Sonntag, 12.04.2015]
Baccara, bei dem die Spieler gegeneinander spielen und der Croupier besonders geschult sein muß, kann man erst nach dem sechsten Berufsjahr erreichen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.1996]
[…] daß er ein Spieler war, der alles bis aufs Hemd verspielt hatte […] [ Hofmannsth.Erzählungen121]WDG
3.
jmd., der ein Musikinstrument spieltWDG
Beispiele:
der Spieler beherrschte sein InstrumentWDG
Man hat das Cello zwischen den Beinen und umarmt es regelrecht – ja, das Cello ist wie die Fortführung unseres Körpers, der Bogen gleichsam die Verlängerung der Arme, Instrument und Spieler werden hier wirklich eins. [Dresdner Neueste Nachrichten, 28.08.2018]
Die Orgel ist das einzige klassische Instrument, bei dem der Spieler die Energie für die Töne nicht selbst schaffen muss. [Welt am Sonntag, 08.01.2017]
Der Einsatz des Schlagwerks und der Glocken machte besonders Eindruck auf mich. Teilweise waren bis zu vier Spieler an den Pauken erforderlich, um das musikalische Konzept Berlioz’ umzusetzen. [Berlioz. Symphonie fantastique. Fantastisch, 18.04.2015, aufgerufen am 01.09.2020]
selten, metonymisch Abspielgerät für Musik o. Ä.
Beispiele:
Tüftler haben MP3 bereits über den PC hinaus nutzbar gemacht und den MPMan entwickelt, einen tragbaren Spieler, kleiner als Walkman und MiniDisc‑Spieler. [Leipziger Volkszeitung, 07.01.2000]
Es geht ganz einfach: Die Kassette wird in einen Recorder oder die Platte auf einen Spieler gelegt. Ein Knopfdruck – und schon flimmert auf der Mattscheibe, was immer der Benutzer sehen (und hören) mag[…]. [Der Spiegel, 19.07.1971]
4.
umgangssprachlich Darsteller, Schauspieler, Puppenspieler, der sich auf einen Auftritt vorbereitet oder auftritt bzw. eine Figur, Puppe führt
Beispiele:
die Spieler probten schon im KostümWDG
Das größte Kunststück bei den maximal 15‑minütigen Aufführungen bleibt für Zuschauer unsichtbar. Auf minimalem Raum sitzen zwei [Puppen-]Spieler und Sprecher links und rechts neben der Bühne. Jeder managt auf einer Bühnenhälfte das Gesamtgeschehen. [Kieler Nachrichten, 19.02.2021]
Zur ersten Theaterprobe treffen sich die Spieler der Theatergruppe Bundschuh […] am Freitag, 1. Juni, um 19 Uhr hinter der Bahnhofswirtschaft. [Südkurier, 25.05.2012]
Wie auf dem Bretter‑Podest einer Wanderbühne, die sich von den Spielern rasch für die einzelnen Szenen zurechtklappen lässt, wird [in der Bühnenfassung des Romans »Von Mäusen und Menschen«] die Geschichte gezeigt. [Berliner Morgenpost, 14.02.2008]
Der Spieler oder Sänger der Rolle, der freilich memorieren muß, braucht das »Einstudieren«; darstellerische Vorbereitung für ein ganzes Ensemble mit Soli und Chören gibt es nicht. [Die Fackel, 2002 [1936]]
5.
Person, die gern bzw. häufig Computerspiele spielt
Synonym zu Gamer
Beispiele:
Beim E‑Sport organisieren sich viele Spieler in Mannschaften, »Clans« genannt, und treten gegeneinander an. [Welt am Sonntag, 07.05.2006]
In dieser in Mitteleuropa größten Community für Computerspieler […] sind fast 8.000 aktive Spieler in mehr als 200 Vereinen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz organisiert. [Thüringer Allgemeine, 06.02.2021]
Das leistungsfähige USB‑Stereo‑Headset mit eigenem Verstärker bietet wahrhaft lebensechten Klang mit perfekt positionierten Geräuschen im Hörspektrum der Spieler und erfüllt so die Bedürfnisse selbst anspruchsvollster Gamer. [THRUSTMASTER PRÄSENTIERT SEIN ERFOLGREICHES PRODUKTPORTFOLIO, 12.07.2020, aufgerufen am 01.09.2020]
Ich spiele Egoshooter […], da bewegt sich der Spieler aus der Egoperspektive in einer dreidimensionalen Fantasiewelt und tötet Gegner mit Waffen. [Basler Zeitung, 02.03.2018]
In der Shareware‑Version des rundenbasierten Strategiespiels kann der Spieler gegen sich selbst, gegen menschliche Gegner am gleichen Rechner oder gegen menschliche Gegner im Internet antreten. [C’t, 1999, Nr. 14]

letzte Änderung:

Zum Originalartikel des WDG gelangen Sie hier.

Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Spiel · spielen · spielend · abspielen · aufspielen · zuspielen · Anspielung · Spieler · spielerisch · Spielmann · Spielraum · Spielsachen · Spielwaren · Spielzeug
Spiel n. ‘nicht auf Nutzen ausgerichtete, vergnügliche, mit Ernst betriebene Tätigkeit, Zeitvertreib, Vergnügen, Wettkampf’. Die Herkunft des nur kontinentalwestgerm. bezeugten Substantivs (bzw. Verbs, s. unten) ahd. (9. Jh.), mhd. spil ‘Tanz, Zeitvertreib, Scherz, Unterhaltung, Vergnügen, Musik, Waffen-, Kampfspiel, Wettkampf’, asächs. spil, mnd. mnl. spel, spil, nl. spel, afries. spil, spel (schwed. spel, dän. spil, norw. spill sind wie aengl. spilian, schwed. spela, dän. spille Entlehnungen) ist unbekannt. Vom Substantiv westgerm. *spila- ist abgeleitet schwach flektierendes spielen Vb. ahd. spilōn (8. Jh.), mhd. spiln, spilen ‘Scherz treiben, sich vergnügen (mit Leibesübungen, Kampfspiel, Brett- oder Würfelspiel), sich lebhaft bewegen, fröhlich sein, musizieren’, asächs. spilon, mnd. spēlen, spillen, mnl. spēlen, nl. spelen, afries. spilia (westgerm *spilōn). Die Ausgangsbedeutung ist ‘Tanz, tänzerische Bewegung’ bzw. ‘tanzen, sich lebhaft bewegen’. Das Substantiv erscheint vielfach in festen Wendungen, vgl. das Spiel verderben ‘einen Spaß zunichte machen’, (mit) im Spiel sein ‘aktiv beteiligt sein, von Bedeutung sein’ (16. Jh.), die Hand mit im Spiel haben ‘beteiligt sein’, ins Spiel bringen ‘beteiligen, einbeziehen’ (18. Jh.). spielend Adv. ‘leicht, mühelos wie im Spiel’ (17. Jh.), eigentlich Part. Präs. zum oben genannten Verb. abspielen Vb. ‘probeweise durchspielen’ (16. Jh.), ‘etw. bis zum Ende darbieten’ (17. Jh.), ‘(sich) durch Spielen ermüden, abnutzen’ (17. Jh.), ‘abgewinnen’ im Spiel (17. Jh.), ‘von einer Vorlage spielen’ (19. Jh.), im Fußball ‘den Ball an den nächsten Spieler abgeben’, auch ‘eine Schallplatte, ein Tonband ablaufen lassen’ (20. Jh.), reflexiv ‘sich ereignen, vor sich gehen’ (Anfang 19. Jh.). aufspielen Vb. ‘(auf einem Instrument Musik) vortragen, musizieren’ (16. Jh.), reflexiv ‘sich in den Vordergrund rücken, großtun’ (19. Jh.). zuspielen Vb. ‘jmdm. etw. (heimlich) verschaffen, einen Vorteil zukommen lassen’ (17. Jh., ausgehend vom Kartenspiel). Anspielung f. ‘(versteckte) Andeutung’ (17. Jh.), nach gleichbed. lat. allūsio. Spieler m. ‘wer spielt’ (besonders Schauspieler), ‘wer ein Glücksspiel spielt’, ahd. spilāri ‘Handpaukenschläger, Tänzer, Gaukler, Schauspieler’ (um 900), mhd. spilære, spiler. spielerisch Adj. ‘ohne ernste Absicht, locker, leicht’ (17. Jh.), ‘wie ein Spieler’ (16. Jh.). Spielmann m. ‘volkstümlicher Musikant’ (16. Jh.), ‘Regimentsmusiker’ (18. Jh.), ahd. spilman ‘Spaßmacher, Schauspieler, Musiker’ (9. Jh.), mhd. spilman ‘fahrender Sänger, Musikant, Gaukler’. Spielraum m. ‘Bewegungsraum, Möglichkeit’ (18. Jh.); anfangs besonders das Verhältnis der Weite eines Geschützrohres zu dem angepaßten, die Gleitfähigkeit gewährenden Durchmesser des Geschosses. Spielsachen Plur. ‘für Kinder zum Spielen hergestellte Gegenstände’, Spielwaren Plur. ‘Spielsachen als Handelsgegenstand’ (beide 18. Jh.). Spielzeug n. ‘Spielsachen’ (17. Jh.), ‘Musikinstrument’ (17. Jh.), ‘Gewinnspiel, Brett-, Würfel-, Kartenspiel’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Glücksspieler · Spieler  ●  Gamer  ugs. · Zocker  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Spieler‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Spieler‹.

Zitationshilfe
„Spieler“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Spieler>.

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