Spielleidenschaft, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Spielleidenschaft · Nominativ Plural: Spielleidenschaften · wird selten im Plural verwendet
WorttrennungSpiel-lei-den-schaft
WortzerlegungspielenLeidenschaft
Wahrig und DWDS, 2018

Bedeutung

Leidenschaft für das Glücksspiel; leidenschaftliche Begeisterung für das Spielen von Karten-, Gesellschafts- oder Computerspielen (auch sportlichen Ballspielen)
Beispiele:
[…] die Spielleidenschaft der Deutschen ist so groß wie nie zuvor. Es wird mehr denn je Lotterie gespielt, seit 1982 haben alle Bundesländer ihre eigene Spielbank. Spielhöllen gehören mittlerweile selbst in der Provinz zum vertrauten Straßenbild. [Die Zeit, 12.02.1988, Nr. 07]
»Das kann nur das Gesellschaftsspiel: Menschen der unterschiedlichsten Generationen verbinden. Wo kann man sich gemeinsam freuen, ärgern, in verschiedene Rollen schlüpfen und die grauen Zellen anstrengen, wenn es knifflig wird?« […] Zahlen, wie viele Menschen jenseits des Computers ihrer Spielleidenschaft mit Brett- und Kartenspielen frönen, liegen nicht vor. [Die Zeit, 08.07.2013 (online)]
Witte wird dabei auch auf so genannte »nicht stoffgebundene Süchte« wie Essstörungen oder Spielleidenschaft eingehen sowie Eltern und Lehrern Strategien aufzeigen, die Suchtverhalten bei Kindern und Jugendlichen vermeiden helfen. [Süddeutsche Zeitung, 25.10.2004]
Der Bischof von Würzburg sah sich 1329 genötigt, den Klerikern das Kartenspiel zu untersagen, weil die geistlichen Herren allzu eifrig der Spielleidenschaft gefrönt hatten. [Röhrich, Lutz: Karte. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 27397]
Wen einmal die Spielleidenschaft gepackt hat, der kennt keine Grenzen mehr. Fanatische Golfspieler treibt es vielleicht bis ans Ende der Welt. [Die Zeit, 15.10.1982, Nr. 42]
Es ist ein veritabler Schatzkasten – das Buch Spiele der Stadt […], mit einer Fülle an wunderbaren alten, oft auch bunten Bildern und Texten, die nicht nur die Freuden vergangener Kindertage, sondern auch »erwachsene« Spielleidenschaften einfangen. [Zeit Magazin, 10.01.2013, Nr. 03] ungewöhnl. Pl.

Typische Verbindungen
computergeneriert

ausnutzen frönen packen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Spielleidenschaft‹.

Zitationshilfe
„Spielleidenschaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Spielleidenschaft>, abgerufen am 17.10.2019.

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