Spiritist, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungSpi-ri-tist
GrundformSpiritismus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Spiritismus · Spiritist · spiritistisch
Spiritismus m. ‘Geisterglaube’, Anschauung, nach der eine Verbindung zwischen Verstorbenen und Lebenden und die Beschwörung Verstorbener möglich ist (Mitte 19. Jh.), gelehrte Bildung zu lat. spīritus ‘Hauch, Lebensatem, Geist’ (s. ↗Spiritus), die das wenig ältere (frühes 19. Jh.) gleichbed. Spiritualismus (zu lat. spīrituālis ‘zur Luft, zum Atem gehörig’, kirchenlat. ‘geistig’) allmählich verdrängt. Spiritist m. spiritistisch Adj. (2. Hälfte 19. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine dieser Geschichten will ich erzählen, sie interessiert vielleicht manchen Spiritisten.
Thoma, Hans: Im Winter des Lebens. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 27346
Ich bin niemals ein gläubiger Spiritist im eigentlichen Sinne des Wortes gewesen.
Berliner Tageblatt (Montags-Ausgabe), 09.03.1908
Sie sei infolgedessen von den Spiritisten als vorzügliches Medium erkannt worden.
Friedländer, Hugo: Das spiritistische Medium Anna Rothe. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1910], S. 325
Nicht nur Spiritisten sehen in Deutschland noch überall dunkle Gespenster.
Die Zeit, 29.11.1985, Nr. 49
Dagegen bringe man dem Spiritisten die Überzeugung bei, daß man von der Existenz der vierten Dimension überzeugt sei.
Stettenheim, Julius: Der moderne Knigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1902], S. 19564
Zitationshilfe
„Spiritist“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Spiritist>, abgerufen am 11.11.2019.

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