Spitzmaus, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSpitz-maus (computergeneriert)
WortzerlegungspitzMaus
eWDG, 1976

Bedeutung

in mehreren Arten vorkommender, kleiner, den Mäusen ähnlicher Insektenfresser mit spitzer, rüsselartig verlängerter Schnauze
Beispiel:
Man hat errechnet, daß die tägliche Nahrungsmenge einer Spitzmaus dem eigenen Körpergewicht gleichkommt [K. Zimmerm.Säugetiere17]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

spitz · Spitz1 · Spitz2 · Spitz3 · Spitze · Spitzel · spitzeln · bespitzeln · spitzen · spitzig · Spitzmaus · Spitzname
spitz Adj. ‘schmal zusammenlaufend und in einem scharfen, stechenden Punkt endend’, übertragen ‘schlau, listig, gerissen, anzüglich, verletzend’, ahd. spizzi (9. Jh.), mhd. spiz, spitze und die verwandten unter ↗Spieß (s. d.) angeführten Wortformen stellen sich als Bildungen mit Dentalsuffix zur Wurzel ie. *(s)p(h)ē̌i-, *(s)p(h)ī̌- ‘spitz, spitzes Holzstück’. Spitz1 m. ‘Spitze, spitzer oder spitz zulaufender Gegenstand’, mhd. spiz, spitz, verbreitet bis ins 18. Jh., danach mundartlich. Spitz2 m. ‘leichter Rausch, Schwips’ (16. Jh.), ausgehend von Spitz als Bezeichnung für Kleines, Geringfügiges (vgl. kein Spitz ‘kein bißchen’). Spitz3 m. Hunderasse mit spitzer Schnauze, spitzen Ohren und spitzgeformtem Kopf (18. Jh.). Spitze f. ‘spitzzulaufendes, scharf spießendes Ende, höchster Punkt’, ahd. spizza (8. Jh.), mhd. spitze. Seit dem 17. Jh. auch ‘durchbrochene feine Borte, Gewebe’, eigentlich ‘spitze Zacken bildendes Garngeflecht’. Spitzel m. ‘Spion, wer andere aushorcht’ (19. Jh., zuerst öst. ‘Späher, Polizeidiener, heimlicher Denunziant’), wohl zu Spitzel ‘Polizeihund’ (vgl. „kläffender Denunciant“, Sanders) sowie gaunersprachlich Spitz ‘Polizeiagent’, der die Ohren spitzt; dazu spitzeln Vb. ‘andere aushorchen und denunzieren’ (19. Jh.) und transitiv bespitzeln Vb. (20er Jahre 20. Jh.); vgl. dagegen spätmhd. spitzeln ‘mit zarten Spitzen, Zacken versehen’, dann auch ‘mit Worten sticheln’ (16. Jh.). spitzen Vb. ‘mit einer Spitze versehen, spitz machen’, ahd. spizzōn (9. Jh.), spizzen (11. Jh.), mhd. spitzen ‘spitz machen, mit Spitzen versehen’, seit dem 14. Jh. (reflexiv) ‘auf etw. mit Hoffnung und Sehnsucht warten’, faktitive Bildung zum Adjektiv. spitzig Adj. ‘spitz’, mhd. spitzec, spitzic, bis ins 18. Jh. gebräuchlicher als spitz, das von Adelung als nur „im gemeinen Leben“ gültig bezeichnet wird. Spitzmaus f. insektenfressendes, der Maus ähnliches, spitzschnauziges Tier, ahd. spizzimūs (11. Jh.), mhd. spitzmūs. Spitzname m. ‘eine bestimmte Eigenschaft oder ähnliches hervorhebender Übername, Spottname’ (17. Jh.), zu spitz ‘anzüglich, verletzend’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Igel Maulwurf

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Spitzmaus‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dass die Spitzmaus im alten Ägypten verehrt wurde, ist in historischen Texten überliefert.
Die Zeit, 17.07.2012 (online)
Als Vertreter der Insektenfresser findet man Igel, Maulwurf und Spitzmaus vor.
Pfannenschmidt, Helmut: Pössneck-Neustadt(orla) Ranis Triptis, Berlin-Leipzig: VEB Tourist Verlag 1977, S. 11
Eine winzig kleine Spitzmaus mit dem Gewicht einer Rosine wurde von einer Fernsehproduktionsgesellschaft auf der Insel Hokkaido (Japan) gefangen.
Bild, 31.05.1999
Dinosaurier und Säbelzahntiger hatten schließlich keine Zukunft mehr, huschende Spitzmäuse, schmächtige Wildkatzen, kluge Affen hatten sie.
Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 57
Während Vögel meist am Gefieder und der Größe unterscheidbar sind, zeigt bei Spitzmäusen erst der Blick auf winzige Zahnreihen Unterschiede.
Süddeutsche Zeitung, 18.03.2003
Zitationshilfe
„Spitzmaus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Spitzmaus>, abgerufen am 15.11.2019.

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