Spontaneität, die

Alternative SchreibungSpontanität
GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungSpon-ta-ne-ität · Spon-ta-nei-tät ● Spon-ta-ni-tät
formal verwandt mitspontan
RechtschreibregelnEinzelfälle
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Spontaneität · spontan
Spontaneität f. ‘Freiwilligkeit, Selbsttätigkeit’, allgemein ‘Unmittelbarkeit, Plötzlichkeit’, auch ‘Natürlichkeit, Direktheit’, entlehnt (2. Hälfte 18. Jh.) aus gleichbed. frz. spontanéité (Leibniz 1695) und relatinisiert in Analogie zu Bildungen wie Aktivität, Realität u. dgl. Dazu wenig später (Ende 18. Jh.) spontan Adj. ‘freiwillig, eigenem Antrieb folgend, impulsiv, unmittelbar, plötzlich’, gelehrte Entlehnung, wohl unter dem Einfluß von frz. spontané (Ende 17. Jh.), aus spätlat. spontāneus ‘freiwillig, frei’; zu lat. spōns (Genitiv spontis) ‘freier Wille, Antrieb’.

Thesaurus

Psychologie
Synonymgruppe
Direktheit · ↗Impulsivität · Spontaneität · Spontanität · ↗Unbekümmertheit
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Automatismus Direktheit Ehrlichkeit Eigeninitiative Einfallsreichtum Emotionalität Expressivität Frische Herzlichkeit Improvisation Improvisationskunst Individualität Intimität Intuition Kalkül Kreativität Lebendigkeit Lebensfreude Lockerheit Natürlichkeit Offenheit Originalität Rezeptivität Schlagfertigkeit Spielfreude Unbefangenheit Unmittelbarkeit Vitalität erfrischend gespielt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Spontaneität‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Überhaupt lässt sich Spontaneität in den jüngsten Kämpfen nicht erkennen.
Die Welt, 04.10.2000
In der Spontaneität käme »die Priorität des Seins vor dem Bewußtsein zum Ausdruck«.
Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 83
Der Künstler unterstreicht die Spontaneität seiner Arbeitsweise: 'Die Idee ergibt sich von ganz allein.
Süddeutsche Zeitung, 26.05.1994
In dem physischen Medium des Lautes erst entwickelt sich ihre eigentliche geistige Spontaneität.
Cassirer, Ernst: Philosophie der symbolischen Formen, Darmstadt: Wiss. Buchges. 1994 [1923], S. 124
Im Wollen erhebt sich die Spontaneität zum Bewußtsein der Freiheit.
Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe - W. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1904], S. 23874
Zitationshilfe
„Spontaneität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Spontaneität>, abgerufen am 21.11.2019.

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