Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Spreißel, der oder das

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Spreißels · Nominativ Plural: Spreißel
Nebenform österreichisch Spreißel · Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Sprei-ßel
eWDG

Bedeutung

landschaftlich, besonders süddeutsch, österreichisch Holzspan, der aus einem Scheit geschnitten wird und zum Anheizen dient
Beispiel:
Spreißel schneiden, hacken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Spreißel m. ‘Holzspan, Splitter’, mhd. sprīze(l) ‘(Lanzen)splitter’, frühnhd. Sprieß, Spreiß(e), abgeleitet (mit Dissimilation) von spleißen (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schnitzel · Span · Spanholz · Speil · Spleiß · Splitter  ●  Holzsplitter  Hauptform · Spreißel  süddt. · Schiefer  ugs., österr., bayr. · Schiefing  ugs., bayr. · Speu  ugs., österr. · Speudel  ugs., österr. · Spältel  ugs., österr.
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele für ›Spreißel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ohne ein Wort, ohne einen einzigen Schmerzenslaut trieb er sich die Spreißel unter die Haut. [Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 156]
Genußvoll stocherte er auf dem Knöchel herum, in dessen Nähe sich der Spreißel eingenistet hatte. [Die Zeit, 04.08.1989, Nr. 32]
Deshalb werden die Tassen jetzt industriell hergestellt, aus einem Scheit gesägt, zurechtgestanzt, ausgestemmt, geschliffen und nur noch von Hand auf potenzielle Spreißel kontrolliert. [Süddeutsche Zeitung, 16.12.2003]
Zitationshilfe
„Spreißel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sprei%C3%9Fel>.

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