Sprudel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sprudels · Nominativ Plural: Sprudel
Aussprache 
Worttrennung Spru-del
Grundform sprudeln
eWDG

Bedeutung

Mineralwasser, das infolge seines großen Kohlensäuregehalts stark sprudelt, Sauerbrunnen
Beispiele:
der Brambacher, Karlsbader Sprudel
er bestellte, trank einen Sprudel
umgangssprachlich Brauselimonade
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sprudeln · Sprudel
sprudeln Vb. ‘(vom Wasser) wirbelnd hervorquellen, wallen’, übertragen ‘lebhaft und schnell reden’ (17. Jh.) ist wohl aus mundartlichem prudeln (s. ↗brodeln) unter Einwirkung von ↗sprühen (s. d.) entstanden. Sprudel m. ‘(Mineral)quelle’ (18. Jh.), Karlsbader Sprudel für die Karlsbader Quelle (19. Jh.); dann ‘Kohlensäure enthaltendes Getränk’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Selterswasser · ↗Soda · ↗Sodawasser · Sprudel · ↗Sprudelwasser · ↗Tafelwasser · ↗Wasser · stilles Wasser  ●  Dihydrogenmonoxid  scherzhaft-ironisch · ↗Mineral  österr., schweiz. · ↗Mineralwasser  Hauptform · ↗Selters  Markenname · ↗Arbeitersekt  ugs., scherzhaft · Eskimo-Flip  ugs., scherzhaft · Henniez  ugs., Markenname · ↗Kribbelwasser  ugs. · Wasser mit Zisch  ugs. · nervöses Wasser  ugs. · saurer Sprudel  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Sprudel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sprudel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Sprudel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es soll gesund sein, die Arbeiter trinken es gern, der Geschmack erinnert an gute Sprudel.
Die Zeit, 21.07.1949, Nr. 29
Und das Getränk belebte mehr als jeder Kaffee, erfrischte noch lauwarm besser als alle Sprudel.
Die Welt, 03.11.2000
Drum schossen bei ihm die Ideen wie ein frischer und unversiegbarer Sprudel hervor, ohne daß er dabei die gesunde Kritik verloren hätte.
Fischer, Emil: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 12192
Ich hole eine Flasche Sprudel aus dem Keller, Gläser aus der Küche und trage alles hoch in mein Zimmer.
Bach, Tamara: Marsmädchen, Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger 2003, S. 115
Ich schlief ein und hörte im Wegdämmern noch, wie er eine Flasche Sprudel austrank und sie dann zu den leeren Bierflaschen unter sein Bett stellte.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 67
Zitationshilfe
„Sprudel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sprudel>, abgerufen am 03.03.2021.

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