Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Sprudel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sprudels · Nominativ Plural: Sprudel
Aussprache 
Worttrennung Spru-del
Grundformsprudeln
eWDG

Bedeutung

Mineralwasser, das infolge seines großen Kohlensäuregehalts stark sprudelt, Sauerbrunnen
Beispiele:
der Brambacher, Karlsbader Sprudel
er bestellte, trank einen Sprudel
umgangssprachlich Brauselimonade
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sprudeln · Sprudel
sprudeln Vb. ‘(vom Wasser) wirbelnd hervorquellen, wallen’, übertragen ‘lebhaft und schnell reden’ (17. Jh.) ist wohl aus mundartlichem prudeln (s. brodeln) unter Einwirkung von sprühen (s. d.) entstanden. – Sprudel m. ‘(Mineral)quelle’ (18. Jh.), Karlsbader Sprudel für die Karlsbader Quelle (19. Jh.); dann ‘Kohlensäure enthaltendes Getränk’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Selterswasser · Soda · Sodawasser · Sprudel · Sprudelwasser · Tafelwasser · stilles Wasser  ●  Mineral  österr., schweiz. · Mineralwasser  Hauptform · Selters  Markenname · Arbeitersekt  ugs., scherzhaft · Dihydrogenmonoxid  fachspr., scherzhaft-ironisch · Eskimo-Flip  ugs., scherzhaft · Henniez  ugs., Markenname · Kribbelwasser  ugs. · Sauerwasser  ugs., regional · Wasser mit Zisch  ugs. · nervöses Wasser  ugs. · saurer Sprudel  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Sprudel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sprudel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Sprudel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und das Getränk belebte mehr als jeder Kaffee, erfrischte noch lauwarm besser als alle Sprudel. [Die Welt, 03.11.2000]
Ich hole eine Flasche Sprudel aus dem Keller, Gläser aus der Küche und trage alles hoch in mein Zimmer. [Bach, Tamara: Marsmädchen, Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger 2003, S. 115]
Ich schlief ein und hörte im Wegdämmern noch, wie er eine Flasche Sprudel austrank und sie dann zu den leeren Bierflaschen unter sein Bett stellte. [Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 67]
Weil das Gefühl der Sättigung mit einem Glas Sprudel (»Limo«) bereits erreicht wird, braucht es danach nichts mehr. [Schücking, Beate: Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 175]
Vielleicht verzichtet man ganz auf Alkohol und reicht stattdessen Fruchtsaft mit Sprudel und Eiswürfeln. [Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 216]
Zitationshilfe
„Sprudel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sprudel>.

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