Sprudel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sprudels · Nominativ Plural: Sprudel
Aussprache
WorttrennungSpru-del
Grundformsprudeln
eWDG, 1976

Bedeutung

Mineralwasser, das infolge seines großen Kohlensäuregehalts stark sprudelt, Sauerbrunnen
Beispiele:
der Brambacher, Karlsbader Sprudel
er bestellte, trank einen Sprudel
umgangssprachlich Brauselimonade
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sprudeln · Sprudel
sprudeln Vb. ‘(vom Wasser) wirbelnd hervorquellen, wallen’, übertragen ‘lebhaft und schnell reden’ (17. Jh.) ist wohl aus mundartlichem prudeln (s. ↗brodeln) unter Einwirkung von ↗sprühen (s. d.) entstanden. Sprudel m. ‘(Mineral)quelle’ (18. Jh.), Karlsbader Sprudel für die Karlsbader Quelle (19. Jh.); dann ‘Kohlensäure enthaltendes Getränk’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Mineralwasser · ↗Selterswasser · ↗Soda · ↗Sodawasser · Sprudel · ↗Sprudelwasser · ↗Tafelwasser · ↗Wasser · stilles Wasser  ●  ↗Mineral  österr., schweiz. · ↗Selters  Markenname · ↗Arbeitersekt  ugs., scherzhaft · Eskimo-Flip  ugs., scherzhaft · ↗Kribbelwasser  ugs. · Wasser mit Zisch  ugs. · nervöses Wasser  ugs. · saurer Sprudel  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Sprudel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bier Flasche Kaffee Limonade Mineralwasser Sprudel Wasser trinken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sprudel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Sprudel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es soll gesund sein, die Arbeiter trinken es gern, der Geschmack erinnert an gute Sprudel.
Die Zeit, 21.07.1949, Nr. 29
Und das Getränk belebte mehr als jeder Kaffee, erfrischte noch lauwarm besser als alle Sprudel.
Die Welt, 03.11.2000
Drum schossen bei ihm die Ideen wie ein frischer und unversiegbarer Sprudel hervor, ohne daß er dabei die gesunde Kritik verloren hätte.
Fischer, Emil: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 12192
Ich hole eine Flasche Sprudel aus dem Keller, Gläser aus der Küche und trage alles hoch in mein Zimmer.
Bach, Tamara: Marsmädchen, Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger 2003, S. 115
Sie war ein ständiges Plätschern, Sprudeln und Rauschen, von der heiteren Unruhe eines Wasserspiels.
Düffel, John von: Vom Wasser, München: dtv 2006, S. 9
Zitationshilfe
„Sprudel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sprudel>, abgerufen am 25.02.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Spruchweisheit
spruchreif
Spruchpraxis
Sprüchlein
Spruchkörper
Sprudelliege
sprudeln
Sprudelquelle
Sprudelstein
Sprudelwasser