Ständestaat, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungStän-de-staat (computergeneriert)
WortzerlegungStand2Staat1
eWDG, 1976

Bedeutung

historisch feudalistischer Staat, in dem es eine organisierte politische Vertretung der Stände gab

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für sie bedeutet der Kampf gegen den Ständestaat auch den Kampf gegen das »deutsche Element« in Böhmen.
Die Zeit, 13.07.2009, Nr. 28
Die ÖDP hält die 60 Senatoren für ein "Überbleibsel aus dem Ständestaat".
Süddeutsche Zeitung, 12.02.1997
Dollfuss proklamiert in Wien die Neue Verfassung Österreichs, danach soll Österreich ein »christlicher Ständestaat« sein.
o. A.: 1934. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 21145
Der Aufgabenstellung entsprechend treten die politisch bewegenden Kräfte des Ständestaates hinter der Darstellung der Formen des ständischen Lebens zurück.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1936, S. 317
In den am Levantehandel reich gewordenen italienischen Städten vollzieht sich die Auflösung des mittelalterlichen Ständestaates durch den Frühkapitalismus.
Kößler, H.: Atheismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 25927
Zitationshilfe
„Ständestaat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ständestaat>, abgerufen am 25.04.2019.

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