Staatsführung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungStaats-füh-rung
WortzerlegungStaat1Führung
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
diejenigen, die an der Spitze eines Staates stehen, die die Regierung bilden
Beispiele:
die gesamte Staatsführung nahm an den Trauerfeierlichkeiten teil
So entstanden neue Beziehungen zwischen der Staatsführung und den werktätigen Massen, die durch die Einheit der Ziele und Interessen gekennzeichnet sind [Neue Justiz1961]
Ich konnte doch kein Verfahren / gegen die oberste Staatsführung einleiten [P. WeissErmittlung32]
2.
Leitung, Lenkung eines Staates
Beispiel:
die Staatsführung übernehmen

Typische Verbindungen
computergeneriert

DDR Fundamentalist Kirchenleitung Massenprotest Sprachrohr algerisch autoritär chinesisch dortig iranisch jemenitisch jordanisch jugoslawisch kollektiv korrupt libanesisch libysch litauisch mazedonisch nationalsozialistisch saudisch straff syrisch ukrainisch verantwortungsbewußt verantwortungsvoll verbrecherisch weis weißrussisch ägyptisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Staatsführung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Müsste dann nicht der malträtierte Bürger das Recht bekommen, seine Staatsführung irgendwo anklagen zu können?
Der Tagesspiegel, 08.09.1999
Vor allem aber hat die Staatsführung selbst eine ebenso radikale wie demonstrative Wende eingeleitet.
o. A.: hiLFE ZUR SELBSTAUFGABE. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1989]
Es ist jedoch verbrecherisch, wenn die Staatsführung sich auf die Überraschung verlassen wollte.
o. A.: Fünfter Tag. Montag, 26. November 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 22431
Sie haben mit dem Inhalt der Propaganda, die von der Staatsführung betrieben wurde, nichts zu tun.
o. A.: Einhundertfünfundachtzigster Tag. Mittwoch, 24. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 18216
Dabei hatte die Kirche zunächst »nur« der Staatsführung ins Gewissen reden wollen.
Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 445
Zitationshilfe
„Staatsführung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Staatsführung>, abgerufen am 18.11.2019.

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