Staatsreserve, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungStaats-re-ser-ve
WortzerlegungStaat1Reserve
eWDG, 1976

Bedeutung

DDR Bestände an Produktionsmitteln und Konsumtionsmitteln, über die nur der Staat im Bedarfsfall verfügt
Beispiel:
bedeutende Mengen hochwertiger Industriewaren, Rohstoffe und Lebensmittel wurden aus Staatsreserven freigegeben

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit ihren 650 Millionen Barrels ist die Versuchung groß, die Staatsreserven für politische Manipulationen zu missbrauchen.
Der Tagesspiegel, 05.04.2004
So darf die Regierung künftig gegen den Willen des Präsidenten die beträchtlichen Staatsreserven nicht antasten.
Die Zeit, 01.11.1985, Nr. 45
Das russische Luftfahrtamt forderte die Regierung nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax auf, den Flughäfen kurzfristig 180.000 Tonnen Treibstoff aus der Staatsreserve zur Verfügung zu stellen.
Die Zeit, 06.02.2012, Nr. 06
Dabei plünderte Kim Young Il die Staatsreserve und bringt damit die Krise der maroden volkseigenen Wirtschaft auf einen neuen Höhepunkt.
Süddeutsche Zeitung, 20.07.1994
Verwaltungsorgan der materiellen St. ist die »Staatliche Verwaltung der Staatsreserve«, ihr Leiter ist Generalmajor Rudolf Tschoelp (SED).
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - S. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 21028
Zitationshilfe
„Staatsreserve“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Staatsreserve>, abgerufen am 19.10.2019.

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