Staatsverbrechen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungStaats-ver-bre-chen
WortzerlegungStaat1Verbrechen
eWDG, 1976

Bedeutung

Jura strafbare Handlung, die sich unmittelbar gegen den Staat richtet
Beispiele:
Hochverrat, Spionage, Sabotage, Angriffe gegen die Organe der Staatsmacht, staatsgefährdende Propaganda und Hetze gehören in der DDR zu den Staatsverbrechen
Herr List ist ... des dringenden Verdachtes eines begangenen Staatsverbrechens angeklagt [MoloEin Deutscher165]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Verbrechen begehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Staatsverbrechen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aufgerufen zu den Demonstrationen hatte die Bewegung der Opfer von Staatsverbrechen.
Die Zeit, 09.03.2008 (online)
Ich zögere an dieser Stelle wiederum nicht, solches Versagen als das eigentliche Staatsverbrechen anzusehen.
Schädlich, Hans Joachim: Tallhover, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 264
Der Mann ist wegen dieses Staatsverbrechens zu 60 Mark verurteilt worden.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 03.03.1904
Als ausgesprochenes Staatsverbrechen wurde diese Tat von der gesunden Bevölkerung des Landes bezeichnet und scharf verurteilt.
o. A.: Die Weltkirche im 20. Jahrhundert. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1979], S. 10003
Es wäre politisch und militärisch ein Staatsverbrechen für die deutschen Lebensinteressen gewesen, wenn in diesem Falle der Führer nicht so gehandelt haben würde.
o. A.: Zweiundachtzigster Tag. Freitag, 15. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 1879
Zitationshilfe
„Staatsverbrechen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Staatsverbrechen>, abgerufen am 19.03.2019.

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