Stabilität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Stabilität · Nominativ Plural: Stabilitäten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungSta-bi-li-tät
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Stabilität‹ als Erstglied: ↗Stabilitätspolitik · ↗Stabilitätsprogramm · ↗stabilitätsorientiert
 ·  mit ›Stabilität‹ als Letztglied: ↗Fahrstabilität · ↗Geldwertstabilität · ↗Preisniveaustabilität · ↗Preisstabilität · ↗Währungsstabilität
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Haltbarkeit gegenüber großer Beanspruchung
Beispiele:
die Stabilität des Knochensystems
Prothesen aus Kunststoff zeichnen sich durch ein geringes Gewicht und durch große Stabilität aus
Die Waben ... werden zu mehreren übereinandergebaut und mit Stützen versehen, um die Stabilität zu vergrößern [Urania1966]
2.
das Freisein von starken Schwankungen, Beständigkeit, Dauerhaftigkeit (gegenüber fremden Einwirkungen)
Beispiele:
die Stabilität der Währung, Preise, des Euro
die wirtschaftliche, finanzielle Stabilität
der Weltfrieden hängt in hohem Maße von der Stabilität des Friedens in Europa ab
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stabil · stabilisieren · Stabilität
stabil Adj. ‘fest, dauerhaft, beständig, im gleichen Zustand verharrend’, Entlehnung (Ende 18. Jh.) von lat. stabilis ‘fest, feststehend, nicht wankend, unveränderlich, dauerhaft, standhaft’, zu lat. stāre ‘stehen’. stabilisieren Vb. ‘fest, dauerhaft machen, das Gleichgewicht sichern’ (Ende 19. Jh., wahrscheinlich unter Einfluß von frz. stabiliser, 18. Jh.), gebildet zu stabil, älteres (16. bis 1. Hälfte 20. Jh.), aus lat. stabilīre ‘befestigen, aufrechterhalten’ entlehntes stabilieren ablösend. Stabilität f. ‘Beständigkeit, Festigkeit, Standfestigkeit, Gleichgewichtssicherheit’ (18. Jh.), lat. stabilitās (Genitiv stabilitātis), afrz. frz. stabilité.

Thesaurus

Synonymgruppe
Beständigkeit · ↗Reliabilität · Stabilität · Systemstabilität · ↗Verlässlichkeit · ↗Zuverlässigkeit
Assoziationen
  • (sich) verlassen (auf) · ausgehen können von · ↗bauen (auf) · ganz sicher sein (können) · ↗vertrauen · ↗zählen (auf)  ●  (einen) lassen können (auf)  derb · Gift nehmen können (auf)  ugs. · gehen (können) nach  ugs.
Synonymgruppe
Assoziationen
Synonymgruppe
Robustheit · ↗Solidität · Stabilität · ↗Verlässlichkeit · ↗Vertrauenswürdigkeit

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bedrohung Demokratie Finanzsystem Friede Frieden Garant Hort Kontinuität Region Sicherheit Sicherung Vertrauen Wachstum Wohlstand Währung bedrohen finanziell garantieren gefährden gewährleisten innenpolitisch inner makroökonomisch politisch regional relativ sichern sozial strategisch wirtschaftlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stabilität‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Land sei wichtig für die Stabilität in der gesamten Region.
Die Zeit, 22.10.2013 (online)
Bietet die Zusammenarbeit nicht auch eine Chance für mehr Stabilität?
Die Welt, 24.11.2005
An den Esel schlossen sich nämlich kühne Behauptungen an, über die Stabilität symmetrischer Situationen.
Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 89
Aber es geht um weit mehr als um Stabilität allein.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1999]
Zuletzt hatten wir wieder diese nervliche Stabilität, das Spiel umzubiegen.
Der Spiegel, 08.08.1994
Zitationshilfe
„Stabilität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stabilität>, abgerufen am 12.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Stabilisierungsprogramm
Stabilisierungspolitik
Stabilisierungsflosse
Stabilisierungsfläche
Stabilisierungsfaktor
Stabilitätsanleihe
Stabilitätsgesetz
Stabilitätskriterium
stabilitätsorientiert
Stabilitätspakt