Stachelbeere, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Stachelbeere · Nominativ Plural: Stachelbeeren
Aussprache 
Worttrennung Sta-chel-bee-re
Wortzerlegung  Stachel Beere
Wortbildung  mit ›Stachelbeere‹ als Erstglied: Stachelbeerkuchen · Stachelbeerstrauch · Stachelbeertäubling · Stachelbeerwein
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
(besonders in Gärten gezogener) Strauch mit einzeln wachsenden, dickschaligen, oft borstig behaarten, grünlichen bis gelblichen Beeren mit süßlich-herbem Geschmack
b)
Beere der Stachelbeere (1 a)
2.
veraltet chinesische Stachelbeere (= Kiwi)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stachel · stachlig · stacheln · Stachelbeere · Stacheldraht · Stachelschwein
Stachel m. ‘spitzer Auswuchs (bei Pflanzen), stechende Spitze (bei Insekten)’. Das nur im Dt. bezeugte Substantiv ahd. stahhil (9. Jh.), mhd. stachel ist mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen germ. -ila- zu der unter stechen (s. d.) angeführten Wurzelerweiterung ie. *(s)teg- gebildet; daneben auch (mit intensivierender Konsonantendoppelung) ahd. stackila (10. Jh.), stackulla (8. Jh.). Stachel ist seit dem 16. Jh. (anfangs besonders in md. Quellen) oft auch für mit Spitzen versehene Geräte verbreitet, z. B. ‘Viehstock mit Eisenspitze’ (zum Antreiben), ‘Stoßstange der Schiffer’ (16. Jh.). stachlig Adj. ‘mit Stacheln versehen, wie mit Stacheln stechend’ (17. Jh., geläufig seit dem 18. Jh.), stachlich, stachlicht (16. Jh.). stacheln Vb. ‘mit Stacheln stechen, antreiben, reizen (mit dem Viehstock)’, übertragen ‘kränken, höhnen’ (16. Jh.). Stachelbeere f. mit spitzen Dornen versehener, wegen seiner Beeren kultivierter Strauch, seine mit kleinen Borsten besetzte Frucht (17. Jh., geläufig seit dem 18. Jh.). Stacheldraht m. ‘mit Stacheln versehener Eisendraht’ (Anfang 20. Jh.). Stachelschwein n. lange Stacheln tragendes Nagetier, das wegen seiner Grunzlaute an ein Schwein erinnert (16. Jh.), wohl nach mlat. porcus spinosus; zuvor spätmhd. dornswīn.

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Stachelbeere  ●  Mungatzen  österr. · Ribes uva-crispa  fachspr.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Stachelbeere‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stachelbeere‹.

Verwendungsbeispiele für ›Stachelbeere‹

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Die Stachelbeere ist in Europa erst seit etwa 350 Jahren bekannt.
Süddeutsche Zeitung, 16.06.2004
Sie kauen Stachelbeeren und spucken die Hülsen in weitem Bogen über die Straße.
Die Zeit, 07.07.1961, Nr. 28
Auch Stachelbeeren, Eier, Butter und Tomaten wanderten in den Korb.
Ury, Else: Nesthäkchen fliegt aus dem Nest, Stuttgart: K. Thienemanns 1997 [1920], S. 378
Unter die Stachelbeere und die Rosen hat Mutters Lehrer mit Blaustift gut geschrieben.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 20
Stachelbeeren und Johannisbeeren kann man noch im zeitigen Frühjahr pflanzen.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 05.03.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Stachelbeere“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stachelbeere>, abgerufen am 24.10.2021.

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