Stagnation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Stagnation · Nominativ Plural: Stagnationen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Sta-gna-ti-on · Stag-na-ti-on
Wortzerlegung  stagnieren -ation
Wortbildung  mit ›Stagnation‹ als Erstglied: Stagnationsphase
Herkunft aus stāgnātiōmedizin-lat ‘Flüssigkeitsstau’ < stāgnārelat ‘überschwemmen, überschwemmt sein, unter Wasser stehen, nicht abfließen’ (stagnieren)
eWDG

Bedeutungen

1.
Stockung, Stillstand in der Entwicklung (der Wirtschaft)
Beispiele:
die Produktion dieses Landes zeigte eine allgemeine Stagnation
eine Stagnation in den Geschäften, im Absatz, Wohnungsbau, in der Stahlerzeugung, Landwirtschaft feststellen, überwinden, widerlegen
eine Periode der Stagnation wechselte mit einer Periode stürmischer technischer Entwicklung
Er deckte auf, daß das Monopol unvermeidlich die Tendenz zur Stagnation und Fäulnis erzeugt [ Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung6,100]
2.
entsprechend der Bedeutung von stagnieren (1)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stagnation · stagnieren
Stagnation f. ‘das Nichtabfließen’ von Wasser, ‘Stauung’ des Blutes (Ende 17. Jh.), aus zu lat. stāgnāre (s. unten) gebildetem medizin.-lat. stāgnātio ‘Flüssigkeitsstau’ (im Körper); danach übertragen ‘Stockung, Stillstand’ (Mitte 18. Jh.). stagnieren Vb. ‘stocken, stehenbleiben, beharren, sich nicht weiterentwickeln’, Entlehnung (1. Hälfte 18. Jh. in Anlehnung an Stagnation) aus lat. stāgnāre ‘überschwemmen, überschwemmt sein, unter Wasser stehen, nicht abfließen’, zu lat. stāgnum ‘durch Überschwemmung entstandenes Gewässer, See, Teich, Tümpel’. Zunächst nur im Sinne von ‘nicht abfließen, sich stauen’ (vom Blut), seit Ende 18. Jh. vornehmlich übertragen im oben genannten Sinne.

Thesaurus

Synonymgruppe
Nullwachstum · Stagnation · Wachstumsstillstand
Assoziationen
Synonymgruppe
Einstellung · Stagnation · Stillstand · Stockung
Synonymgruppe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Stagnation‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stagnation‹.

Verwendungsbeispiele für ›Stagnation‹

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In Japan schließlich räumt selbst die Regierung eine Stagnation ein.
Süddeutsche Zeitung, 13.12.1997
Doch der ist nach Jahren der Stagnation längst da, unerwartet vielleicht, aber doch mit viel Power.
Der Tagesspiegel, 30.10.1997
Wohl machte sich im Zeichen der konfessionellen Abgrenzung eine gewisse Stagnation des kulturellen Lebens bemerkbar.
Lutz, Heinrich: Der politische und religiöse Aufbruch Europas im 16. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 1500
Er hat ihr Leben aus Stagnation befreit und ins Exotische geführt.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1942. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1942], S. 236
Auch in der Herstellung der Gebrauchsgüter war die Neigung zur Stagnation unverkennbar.
Pflaum, Hans-Georg: Das römische Kaiserreich. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 20809
Zitationshilfe
„Stagnation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stagnation>, abgerufen am 02.08.2021.

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