Stapfe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Stapfe · Nominativ Plural: Stapfen
WorttrennungStap-fe (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Stapfe‹ als Letztglied: ↗Fußstapfe
eWDG, 1976

Bedeutung

vom Fuß eines Menschen oder Tieres in einen weichen Untergrund eingedrückte Spur, Fußstapfe
Beispiel:
im Schnee, auf dem feuchten Erdboden waren deutlich die Stapfen eines Menschen zu erkennen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stapfe · Stapf · Stapfen · stapfen
Stapfe f. Stapf, Stapfen m. ‘Fußabdruck, Fußspur’, ahd. stapho ‘Stufe, Fußspur’ (8. Jh.), staph ‘Schritt’ (um 1000), mhd. stapfe ‘Auftreten des Fußes, Tritt, Fußspur, Stufe’, stapf ‘Schritt’, mnd. stappe ‘Fußspur, Grad, Stufe’, mnl. nl. stap ‘das Auftreten, Schritt’ aus germ. *stappa-, afries. stepe, aengl. stepe, stæpe ‘Schritt, Tritt, Gang, Stufe, Fußgestell, Grad’, engl. step ‘Schritt, Tritt’ (s. ↗Step) sind Verbalabstrakta aus germ. *stapi- zu einem ursprünglich stark flektierenden germ. Verb *stapjan, erhalten in den Präteritalformen asächs. stōp, stōpun und in aengl. stæppan, afries. stapa, steppa, mnl. stappen ‘fest auftreten, schreiten’ (engl. to step und nl. stappen sind zur schwachen Flexion übergetreten). Sie führen, teilweise mit wohl affektischer Konsonantendoppelung, auf ie. *stē̌b-, *stəb-, eine Variante der unter ↗Stab (s. d.) angegebenen Wurzel, zu der auch ↗stampfen (s. d.) gehört. An germ. *stap- schließt sich (ebenfalls mit Doppelkonsonanz, aber schwacher Flexion) an stapfen Vb. ‘kräftig und derb auftreten, mühsam (besonders in Sand, Schlamm, Schnee) gehen’, ahd. staphōn (8. Jh.), stephen (um 1000) ‘fest auftreten, schreiten’ (vgl. anastephen ‘betreten, hineingehen’, 8. Jh.), mhd. stapfen, stepfen, mnd. stappen.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Schnee

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stapfe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das auf den Rucksack geschnallte Board wiegt schwer und erschwert das schweißtreibende Stapfen.
Süddeutsche Zeitung, 24.03.2000
Außer dem Rauschen oder Stapfen und dem Schnaufen der Winterwanderer ist nichts mehr zu hören.
Süddeutsche Zeitung, 23.01.2003
Man meint, in der Stille das Schnauben zu hören, das Stapfen der Hufe, ein kurzes Wiehern.
Die Welt, 01.10.2004
Schon der Vater war ein bekannter Bildhauer, der Sohn trat nach seiner Armeezeit in dessen Stapfen.
Die Zeit, 27.10.1997, Nr. 43
Außer dem Stapfen der Füße und dem fast metallischen Knirschen des Schnees sind keine Geräusche zu vernehmen.
Der Tagesspiegel, 09.01.2005
Zitationshilfe
„Stapfe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stapfe>, abgerufen am 22.10.2019.

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