Status, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Status · Nominativ Plural: Status
Aussprache
WorttrennungSta-tus
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Status‹ als Erstglied: ↗Statusdenken · ↗Statusfrage  ·  mit ›Status‹ als Letztglied: ↗Amateurstatus · ↗Aufenthaltsstatus · ↗Beamtenstatus · ↗Berufsstatus · ↗Blutstatus · ↗Diplomatenstatus · ↗Erwerbsstatus · ↗Fraktionsstatus · ↗Neutralitätsstatus · ↗Rechtsstatus · ↗Sonderstatus · ↗Sozialstatus · ↗Urinstatus
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Lage, Situation, in der sich etw., jmd. befindet
Beispiele:
ein neuer, guter, wirtschaftlicher Status
einen Status verändern, verbessern
vom augenblicklichen Status ausgehen
der soziale Status (= soziale Stellung, Geltung)
etw. demonstriert jmds. sozialen Status
einen besseren sozialen Status anstreben
Garderobe und Wäsche wurden wieder auf einen annehmbaren Status (= in ordentlichen Zustand) gebracht [WintersteinLeben1,196]
2.
Jura Rechtslage, Rechtsstellung
Beispiele:
ein rechtlicher, politischer Status
der Status einer juristischen Person, einer Wohnungsbaugenossenschaft
einen Status festlegen
3.
Medizin
a)
Zustand, in dem sich der Kranke befindet
Beispiele:
der Status des Patienten ist befriedigend
er war in einem schlechten Status eingeliefert worden
b)
Beispiel:
der Status (= Untersuchungsergebnis) des Blutes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Status · Statussymbol · Status quo · gestatten · statthaft
Status m. ‘(Familien)stand, Stellung, Zustand, Vermögensstand, Rechtslage’, mhd. frühnhd. stat m., ‘Stand, Zustand, Gelegenheit, Lebensweise, Würde’; entlehnt aus lat. status ‘das Stehen, Stand, Wuchs, Zustand, Umstände, Lage, Gelegenheit, (durch die Geburt bedingte) Stellung, fester Bestand, Wohlstand’, zu lat. stāre (statum) ‘stehen’. Eine Neuentlehnung in lat. Form (1. Hälfte 16. Jh.) zeigt Status anfangs in einem dem (daraus entlehnten) Wort ↗Staat (s. d.) entsprechenden Sinne (vgl. auch die Fügung nlat. status in statu ‘Staat im Staate’, 18. Jh.), begegnet dann (seit Mitte des 16. Jhs.) vornehmlich in der oben angegebenen Bedeutung und schließlich (18. Jh.) als medizinischer Terminus für ‘Gesundheits- oder Krankheitszustand, Untersuchungsergebnis, klinischer Befund’, vgl. Blutstatus. Statussymbol n. ‘Besitz oder Verhalten, die das soziale Prestige eines Menschen in den Augen seiner Umwelt ausmachen’ (Mitte 20. Jh.), nach amerik.-engl. status symbol; vgl. auch sozialer Status (Ende 19. Jh.). Status quo m. ‘der gegenwärtige (rechtliche) Zustand’ (Anfang 19. Jh.), Schlagwort im Völkerrecht, wörtlich ‘Zustand, in dem’ (ergänze: ‘sich etw. befindet’); nach nlat. in statu quo (ante) ‘im früheren, bisherigen Zustand’ (18. Jh.). In Anschluß an mhd. stat m. (s. oben) gestatten Vb. ‘erlauben’, ahd. gistatōn (9. Jh.), mhd. gestaten ‘Gelegenheit geben, gewähren, erlauben’. statthaft Adj. ‘erlaubt, zulässig’, mhd. statehaft ‘die Gelegenheit zu etw. habend, gerüstet, angesehen, wohlhabend’; vgl. ahd. unstatahaft (8. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Befindlichkeit · ↗Konstitution · ↗Stand · Status · ↗Verfassung · ↗Zustand
Oberbegriffe
  • Irgendetwas
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Fall · ↗Gegebenheit · ↗Konstellation · ↗Kontext · ↗Lage · ↗Sachverhalt · ↗Situation · Stand der Dinge · Status · ↗Umstand · ↗Zustand
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Position · Status
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beitrittskandidat Embryo Gemeinnützigkeit Kriegsgefangene Körperschaft Palästinensergebiet Provinz Verhandlung aberkennen autonom besonder diplomatisch endgültig erlangen genießen gesellschaftlich klären künftig legal neutral privilegiert rechtlich sozial ungeklärt verleihen völkerrechtlich zubilligen zuerkennen zukünftig öffentlich-rechtlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Status‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einen Status vergleichbar den Kirchen werden die Moslems hierzulande nicht erhalten können?
Die Welt, 29.12.2005
Auf der Schule hatten die Typen, die Anfang der Achtziger einen der erstmals angebotenen Informatikkurse belegten, den Status von armen Irren.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 241
Der politische Status ist ausgeschlossen für jemanden, der wegen eines Verbrechens verurteilt ist.
o. A.: 440 STEHEN NOCH AN. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1981]
Jeder hatte den seinem Status entsprechenden mehr oder weniger ungemütlichen Raum.
Knef, Hildegard: Der geschenkte Gaul, Berlin: Ullstein 1999 [1970], S. 218
Dabei handelt es sich ihrem ökonomischen Status nach um Entwicklungsländer.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - A. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 6215
Auch völkerrechtlich ist der Status der NGOs nicht genau definiert.
o. A. [rkl]: Non-Governmental Organizations (NGOs). In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1995]
Zitationshilfe
„Status“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Status>, abgerufen am 15.12.2019.

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