Statussymbol

GrammatikSubstantiv
WorttrennungSta-tus-sym-bol
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

etw., was jmds. gehobenen Status dokumentieren soll
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Status · Statussymbol · Status quo
Status m. ‘(Familien)stand, Stellung, Zustand, Vermögensstand, Rechtslage’, Entlehnung von lat. status ‘das Stehen, Stand, Wuchs, Zustand, Umstände, Lage, (durch die Geburt bedingte) Stellung, fester Bestand, Wohlstand’, zu lat. stāre (statum) ‘stehen’. Anfangs (1. Hälfte 16. Jh.) in einem dem frühen Gebrauch des (daraus entlehnten) Wortes ↗Staat (s. d.) entsprechenden Sinne (vgl. auch die nlat. Fügung status in statu ‘Staat im Staate’, 18. Jh.), seit Mitte des 16. Jhs. vornehmlich in der oben angegebenen Bedeutung; dann (18. Jh.) auch als medizinischer Terminus für ‘Gesundheits- oder Krankheitszustand, Untersuchungsergebnis, klinischer Befund’, vgl. Blutstatus. Statussymbol n. ‘Besitz oder Verhalten, die das soziale Prestige eines Menschen in den Augen seiner Umwelt ausmachen’ (Mitte 20. Jh.), nach amerik.-engl. status symbol; vgl. auch sozialer Status (Ende 19. Jh.). Status quo m. ‘der gegenwärtige (rechtliche) Zustand’ (Anfang 19. Jh.), Schlagwort im Völkerrecht, wörtlich ‘Zustand, in dem’ (ergänze: ‘sich etw. befindet’); nach nlat. in statu quo (ante) ‘im früheren, bisherigen Zustand’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) Statussymbol (sein) · (eine) (beeindruckende) Persönlichkeit sein · (eine) Ausnahmeerscheinung (sein) · ↗(etwas) hermachen · (jemand) von Format · (jemandem) Ehrfurcht einflößen · (jemanden) mit Ehrfurcht erfüllen · (sich) zur Geltung bringen · Eindruck machen · Wirkung haben · ↗beeindrucken · beeindruckend sein · ↗bestechen · etwas darstellen (Person) · etwas vorstellen (Person) · ↗imponieren · ↗imponierend (sein)  ●  (eine) imponierende Erscheinung  floskelhaft, variabel · Eindruck schinden  abwertend
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (es) in sich haben · Beachtung verdienen(d) · ↗Ehrfurcht gebietend · ↗bemerkenswert · ↗ehrfurchtgebietend · ↗eindrucksvoll · ↗eindrücklich · ↗erstaunlich · ↗formidabel · ↗glanzvoll · ↗glorios · ↗glorreich · ↗glänzend · ↗grandios · ↗großartig · ↗imposant · ↗ruhmreich · ↗triumphal · von Format (Person) · ↗überwältigend  ●  beeindruckend  Hauptform · (etwas tun) wie ein junger Gott  ugs. · hat sich gewaschen  ugs., fig. · nicht ohne  ugs. · nicht von Pappe  ugs. · nicht von schlechten Eltern  ugs., sprichwörtlich
  • (beinahe) umhauen · ↗überwältigen
  • (ein) Entscheider · ↗(ein) Faktor · (ein) Mann mit Einfluss · (eine) Instanz (sein) · (eine) Persönlichkeit (sein) · (eine) einflussreiche Persönlichkeit (sein) · (eine) wichtige Person (sein) · (sein) Wort hat Gewicht · einen Namen haben · nicht irgendwer sein  ●  (jemandes) Arm reicht weit  fig. · (eine) große Nummer (sein)  ugs.
  • (das) große Wort führen · (eine) Schau machen · ↗(sich) aufblasen · (sich) aufführen wie der große Zampano · ↗(sich) aufplustern · Eindruck schinden · große Reden schwingen · laut werden  ●  (sich) auf die Brust klopfen  fig. · (sich) aufs hohe Ross setzen  fig. · ↗(sich) aufspielen  Hauptform · (den) (großen) Zampano machen  ugs. · (den) Dicken markieren  ugs. · (den) Hermann machen  ugs. · (den) Larry machen  ugs. · (den) Lauten machen  ugs. · (den) Molli machen  ugs., regional · (den) Mund (sehr) voll nehmen  ugs., fig. · (den) Mund zu voll nehmen  ugs. · (den) dicken Mann markieren  ugs. · (den) dicken Max machen  ugs. · (den) dicken Max markieren  ugs. · (die) (große) Welle reißen  ugs. · (die) Backen aufblasen  ugs. · (die) Schnauze aufreißen  ugs., fig. · (die) Welle machen  ugs. · (eine) (dicke) Lippe riskieren  ugs. · (eine) Show abziehen  ugs. · (eine) große Fresse haben  derb · (eine) große Klappe haben  ugs. · (eine) große Schnauze haben  ugs. · (einen) auf dicke Hose machen  derb · (einen) auf großer Zampano machen  ugs. · (gewaltig) das Maul aufreißen  ugs. · (groß) herumtönen  ugs. · (sich) aufmandeln  ugs., bair. · (sich) aufpupsen  derb · (sich) großtun (mit)  ugs. · (sich) in die Brust werfen  geh. · (sich) wichtig machen  ugs. · Sprüche klopfen  ugs. · auf den Putz hauen  ugs., fig. · auf die Kacke hauen  derb, fig. · auf die Pauke hauen  ugs., fig. · auf die Pferde hauen  ugs., fig. · blärzen  ugs., regional · den (...) raushängen lassen  ugs. · dicke Backen machen  ugs. · ↗dicketun  ugs. · ↗dicktun  ugs. · einen auf (...) machen  ugs. · groß rumtönen  ugs. · große Töne spucken  ugs. · herumblärzen  ugs., regional · ↗pranzen  ugs. · strunzen  ugs., regional · wichtigtun  ugs.
  • Arroganz · ↗Blasiertheit · ↗Egozentrik · ↗Einbildung · Eingebildetsein · Eingenommenheit von sich selbst · ↗Hochmut · ↗Narzissmus · ↗Selbstgefälligkeit · Selbstverliebtheit · ↗Stolz · ↗Überheblichkeit · übersteigertes Selbstbewusstsein  ●  ↗Hoffart  veraltend · ↗Dünkel  geh., veraltend · ↗Prätention  geh. · ↗Selbstüberhebung  geh.
  • (großer) Zampano · ↗Angeber · ↗Aufschneider · ↗Blender · ↗Großsprecher · ↗Großtuer · ↗Möchtegern · ↗Prahler · ↗Renommist · ↗Selbstdarsteller · ↗Sprücheklopfer · ↗Sprüchemacher · ↗Wichtigtuer · nichts dahinter (sein)  ●  Aufpudler  österr. · ↗Wichtigmacher  österr. · (der) Held vom Erdbeerfeld  ugs. · ↗Gernegroß  ugs. · ↗Gleisner  geh., veraltet · Graf Koks von der Gasanstalt (Ruhrdeutsch veraltend)  ugs. · Graf Rotz von der Backe  ugs. · ↗Großkotz  derb · ↗Großmaul  derb · ↗Großschnauze  ugs. · Kneipenkaiser  ugs. · ↗Maulheld  derb · Maulhure  derb, weibl. · Muchtprinz  ugs., berlinerisch · ↗Prahlhans  ugs. · ↗Profilneurotiker  ugs. · ↗Schaumschläger  ugs. · Stammtischexperte  ugs. · ↗Windbeutel  ugs. · aufgeblasener Gimpel  ugs. · große Klappe und nichts dahinter  ugs. · jemand, der viel erzählt, wenn der Tag lang ist  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auto Dienstwagen Gebrauchsgegenstand Handy Kampfhund Kleidung Kultobjekt Lexikon Luxus Mittelschicht Mobiltelefon Mächtiger Neureiche Oberschicht Privilegium Reiche Reichtum Spielzeug Zigarre anschaffen ausdienen avancieren begehrt modisch rollend schick taugen ultimativ unverzichtbar verkommen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Statussymbol‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er war hier auch nie das raubtierhafte Statussymbol wie anderswo.
Süddeutsche Zeitung, 06.09.2003
Zumindest in der ersten Zeit der Behandlung ist solch ein Apparat unter den Kids fast ein Statussymbol.
Die Zeit, 02.04.1998, Nr. 15
Vor allem scheint es geboten, Kinder nicht wie Erwachsene auszustaffieren, sie zu lebendigen Statussymbolen herauszuputzen.
Ichenhäuser, Ernst Z.: Erziehung zum guten Benehmen, Berlin: Volk u. Wissen 1983, S. 68
Der Besitz weich und schön klingender Gongs ist in den Gemeinden ein soziales Statussymbol.
Becker, Judith: Südostasien. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1979], S. 21634
Traditionelle Felder wie Weltläufigkeit, Dynamik, aufregende Statussymbole gibt es nicht mehr.
Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 167
Zitationshilfe
„Statussymbol“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Statussymbol>, abgerufen am 26.03.2019.

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