Staumauer, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungStau-mau-er (computergeneriert)
WortzerlegungstauenMauer
Wortbildung mit ›Staumauer‹ als Letztglied: ↗Bogenstaumauer
eWDG, 1976

Bedeutung

Mauer einer Stauanlage, die das Wasser staut
Beispiele:
eine hohe, breite Staumauer
die Staumauer einer Talsperre
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stauen · Stau · Staudamm · Staumauer · Stausee · Stauung · verstauen
stauen Vb. ‘fließendes Wasser in seinem Lauf hemmen’ (17. Jh.), ‘Waren, Gegenstände fest schichten’ (18. Jh.), aus dem Nd. ins Hd. aufgenommen; vgl. als vereinzelten Vorläufer bereits mhd. (md.) stouwen ‘Wasser zum Stehen bringen’. Mnd. stouwen, (ablautend) stūwen ‘hemmen, stauen, stillen, stocken, nicht abfließen (lassen)’, (hansisch) ‘Güter im Schiff fest verpacken’, mnl. nl. stouwen ‘aufstauen (vom Wasser), jagen, quälen, reizen’, aengl. stōwian ‘zurückhalten’, engl. to stow ‘verstauen, packen’ und (in der Bedeutung abweichend) ahd. stouwōn (9. Jh.), stouwen (10. Jh.; irstouwen, 9. Jh.), mhd. stöuwen, stouwen, stöun, stoun ‘(an)klagen, (Einhalt) gebieten, schelten’, got. stōjan ‘richten’ lassen sich mit der gemeinsamen Ausgangsbedeutung ‘zum Stehen bringen’ wie aslaw. staviti ‘stellen, zum Stehen bringen, verhindern, beenden’, russ. stávit’ (ставить) ‘stellen, setzen’, lit. stovė́ti ‘(da-, still)stehen’, lett. stāvēt ‘stehen’ auf die zur Wurzel ie. *stā-, *stə- ‘stehen, stellen’ (s. ↗stehen) gehörende Erweiterung ie. *st(h)āu-, *st(h)ū- zurückführen (s. auch ↗Staude, ↗staunen, ↗stützen). Stau m. ‘Hemmung, Stillstand von Fließendem’ (Wasser, Verkehr), auch ‘das angestaute Wasser’ (18. Jh.), mnd. stouw ‘Stauung eines fließenden Gewässers, Stauwerk’. Staudamm m. Staumauer f. (19. Jh.), Stausee m. (20. Jh.). Stauung f. ‘Abdämmung, aufgestautes Gewässer’ (18. Jh.), mnd. stöuwinge. verstauen Vb. ‘fest und ordnungsgemäß in einen Raum, einen Behälter packen’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bau Nähe See Talsperre Wasserkraftwerk aufhalten brechen errichten gebrechen gewaltig gigantisch hoch mächtig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Staumauer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Staumauer ist 185 Meter hoch und 710 Meter lang.
Süddeutsche Zeitung, 23.01.1998
Die Staumauer ist 175 m lang und 54 m hoch.
o. A.: 1935. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 6933
Aber als ich "Leviathan" schrieb, stand ich vor einer entsetzlichen Staumauer.
Die Welt, 30.04.1999
Sie erhoben sich rasch, gingen hintereinander über die Staumauer und das Weglein hinauf.
Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, Gütersloh: Bertelsmann 1996 [1951], S. 166
Das Quotensystem der EG-Kommission war eine Staumauer gegen subventionierte Preise.
Die Zeit, 11.07.1986, Nr. 29
Zitationshilfe
„Staumauer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Staumauer>, abgerufen am 20.10.2019.

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