Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Staupe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Staupe · Nominativ Plural: Staupen
Nebenform Stäupe · Substantiv
Aussprache 
Worttrennung Stau-pe ● Stäu-pe
eWDG

Bedeutung

durch ein Virus hervorgerufene Tierseuche, besonders des Hundes
Beispiel:
der Pudel hat die Staupe
landschaftlich, übertragen kurze, plötzliche Krankheit
Beispiele:
er hat neulich eine Staupe durchgemacht
das war wohl nur eine Staupe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Staupe2 · Stäupe
Staupe2 f. auch Stäupe f. md. ‘krampfartiger Anfall, Zuckung, ansteckende Krankheit’ (17. Jh.), dann übertragen auf eine ‘katarrhartige Krankheit’ der Haustiere, besonders der Hunde (19. Jh.); vgl. mnl. stupe, nl. stuip ‘Krampf, Zuckung’. Herkunft ungewiß.

Verwendungsbeispiele für ›Staupe‹, ›Stäupe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Tiere sind durchweg psychisch gestört und haben Staupe, Lungenentzündung und andere Leiden. [Die Zeit, 25.12.1995, Nr. 52]
Ob die Seehunde an der grassierenden Staupe starben, müssten Tests klären. [Bild, 16.08.2002]
Trotz der Staupe macht er sich nicht ernsthaft Sorgen um den Bestand. [Süddeutsche Zeitung, 12.08.2002]
Die Staupe hinterläßt dann oft bleibende Schäden wie Zittern, Muskelzuckungen und Lähmungen. [o. A. [rkl]: Hundestaupe. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1988]]
Die Staupe wurde wahrscheinlich von arktischen Sattelrobben eingeschleppt, bei denen sie als harmlose Kinderkrankheit verbreitet ist. [Der Tagesspiegel, 07.08.2002]
Zitationshilfe
„Staupe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Staupe#1>.

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Staupe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Staupe · Nominativ Plural: Staupen
Aussprache 
Worttrennung Stau-pe
eWDG

Bedeutung

historisch
1.
Pfahl, an den ein Verbrecher zum Auspeitschen mit Ruten gefesselt wurde
2.
das öffentliche Auspeitschen mit Ruten am Schandpfahl
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Staupe1 · stäupen
Staupe1 f. ‘Schandpfahl, an den Straffällige gebunden und mit Ruten geschlagen werden, Züchtigung mit Ruten’, afries. stūpa, mnd. stūpe, staup ‘Züchtigungspfahl’. Oft in der Wendung zur Staupe schlagen, mnd. to der stupe slan (um 1300). Entlehnung aus polab. staup ‘Altar’, eigentlich ‘Opfersäule’, älter *stup (aus aslaw. *stḷpъ). Vgl. Bielfeldt Entlehnungen (1965) 39. stäupen Vb. ‘mit Ruten schlagen, öffentlich auspeitschen’ (16. Jh.), mnd. stūpen.

Verwendungsbeispiele für ›Staupe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Tiere sind durchweg psychisch gestört und haben Staupe, Lungenentzündung und andere Leiden. [Die Zeit, 25.12.1995, Nr. 52]
Ob die Seehunde an der grassierenden Staupe starben, müssten Tests klären. [Bild, 16.08.2002]
Trotz der Staupe macht er sich nicht ernsthaft Sorgen um den Bestand. [Süddeutsche Zeitung, 12.08.2002]
Die Staupe hinterläßt dann oft bleibende Schäden wie Zittern, Muskelzuckungen und Lähmungen. [o. A. [rkl]: Hundestaupe. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1988]]
Die Staupe wurde wahrscheinlich von arktischen Sattelrobben eingeschleppt, bei denen sie als harmlose Kinderkrankheit verbreitet ist. [Der Tagesspiegel, 07.08.2002]
Zitationshilfe
„Staupe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Staupe#2>.

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