Stecknadel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSteck-na-del
Wortzerlegungstecken2Nadel
Wortbildung mit ›Stecknadel‹ als Erstglied: ↗Stecknadelknopf · ↗Stecknadelkopf · ↗Stecknadelkuppe
eWDG, 1976

Bedeutung

Nadel mit kleinem rundem Kopf zum Feststecken
Beispiele:
eine Stecknadel ins Nadelkissen stecken
eine Schleife mit Stecknadeln befestigen
umgangssprachlich jmdn. wie eine Stecknadel suchen (= jmdn. überall sehr gründlich und aufmerksam suchen)
bildlich
Beispiele:
eine Stecknadel im Heuhaufen suchen (= etw. ohne jede Aussicht auf Erfolg unternehmen)
die Menschen standen so dicht, dass keine Stecknadel zu Boden fallen konnte (= sie standen dichtgedrängt)
es war so still, dass man eine Stecknadel fallen hören konnte (= es war vollkommen still)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nadel · Stecknadel · Stricknadel · Nähnadel · Sicherheitsnadel · nadeln · Nadelbaum
Nadel f. ‘Nähgerät, Stechwerkzeug, Schmuck zum Anstecken, Zeiger am Kompaß, Blatt des Nadelbaums’, ahd. nādala, mit Metathese nālda (9. Jh.), mhd. nādel, nādele, nālde, nhd. Nadel und (mundartlich) Nolde, asächs. nāðla, mnd. nātel, nālde, mnl. naelde, nl. naald, afries. nēdle, nēlde, aengl. nǣdl, engl. needle, anord. nāl, schwed. nål, got. nēþla (germ. *nēþlō-) führen als Bildungen mit dem fem. Suffix ie. -tlā auf die unter ↗nähen (s. d.) angeführte Wurzel ie. *(s)nē- ‘Fäden zusammendrehen, mit dem Faden hantieren, weben, spinnen, nähen’. Nadel bezeichnet ursprünglich die Nähnadel, dann auch nadelförmige Geräte und Geräteteile, häufig in Zusammensetzungen wie Haar-, Injektions-, Kompaß-, Spick-, Zündnadel. Stecknadel f. ‘mit einem Kopf versehene Nadel zum Feststecken’, frühnhd. stecknolde (15. Jh.). Stricknadel f. ‘(Metall)nadel zum Stricken’, frühnhd. strickenalde (15. Jh.). Nähnadel f. ‘mit einem Öhr versehene Nadel zum Nähen’ (17. Jh.). Sicherheitsnadel f. ‘Nadel mit einem die Spitze verdeckenden Verschluß’ (19. Jh.). nadeln Vb. ‘die Nadeln verlieren’ von Nadelbäumen (Anfang 20. Jh.), älter ‘mit Nadeln nähen, sticken’ (17. Jh.). Nadelbaum m. (18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Boden Heu Heuhauf Heuhaufe Karte Kopf Landkarte Mund Spitz Suche Weltkarte befestigen berühmt bunt fallend farbig gleichen hören markieren pinnen rot spicken sprichwörtlich stechen stecken suchen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stecknadel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viele tragen daher eine Stecknadel bei sich, um sich gegen Übergriffe wehren zu können.
Die Zeit, 30.12.2012, Nr. 52
Es geht auch oft sehr erregt zu, ja man kann oft eine Stecknadel fallen hören, aber ich schwitze kaum dabei.
Süddeutsche Zeitung, 21.06.2003
Die »Frau« aber - da pochte sie auf ihre letzte Stecknadel.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 280
Es handelt sich hierbei um die Stecknadel in ihren verschiedenen Größen und Preisen.
Stettenheim, Julius: Der moderne Knigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1902], S. 19615
Von Stecknadeln zerstochen klebte die Landkarte zwischen den verschlossenen Fenstern.
Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 166
Zitationshilfe
„Stecknadel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stecknadel>, abgerufen am 15.10.2019.

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