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Stelldichein, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Stelldicheins/Stelldichein · Nominativ Plural: Stelldicheins · wird meist im Singular verwendet
WorttrennungStell-dich-ein
formal verwandt miteinstellen
eWDG, 1976

Bedeutung

vorher verabredetes (heimliches) Zusammentreffen von einem Mann und einer Frau an einem bestimmten Ort, Rendezvous
Beispiele:
ein Stelldichein haben
sich ein Stelldichein geben
zum Stelldichein gehen
der Ort des Stelldicheins
übertragen
Beispiel:
Gäste aus aller Welt gaben sich zu der Einweihung des neuen Stadions ein Stelldichein (= versammelten sich dort)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stelldichein n. ‘verabredete Zusammenkunft (besonders zweier Liebender)’, Verdeutschungsvorschlag Campes (1791) für frz. rendez-vous nach dem Bildungsmuster imperativischer Satznamen wie ↗Springinsfeld, ↗Vergißmeinnicht (s. d.). Der Ausdruck wird anfangs verspottet, verschiedentlich aufgegriffen (Jean Paul u. a.) und schließlich ohne Vorbehalt in die Literatursprache aufgenommen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Rendezvous · Stelldichein · ↗Treffen  ●  ↗Date  engl. · ↗Tête-à-Tête  franz. · ↗Verabredung  Hauptform
Unterbegriffe
  • Blind Date · Verabredung mit einem Unbekannten · Verabredung mit einer Unbekannten
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Elite Geliebte Graf Liebespaar Mächtiger Prominenz Star Weltelite Weltmeister alljährlich beliebt bestellen bunt fröhlich geben heimlich intim jährlich laden munter musikalisch nächtlich romantisch traut verabreden versammeln versäumen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stelldichein‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber Weihnachten ist mehr als ein trautes Familienfest mit emotionalem Stelldichein.
Süddeutsche Zeitung, 24.12.2003
Das internationale Kapital gibt sich wieder in Wall Street ein Stelldichein.
Die Zeit, 13.02.1961, Nr. 07
Offenbar war er selbst eben im Begriff gewesen, den Ort des Stelldicheins aufzusuchen.
Wassermann, Jakob: Caspar Hauser, Berlin: Aufbau-Verl. 1987 [1908], S. 401
Bei einem Stelldichein werden sie von den Spielern überrascht, schwer verwundet und getrennt.
Glaser, Curt: Japanisches Theater. In: ders., Japanisches Theater, Berlin-Lankwitz: Würfel-Verl. 1930, S. 10
Der Graf bittet Susanna, wie er das schon oft getan zu haben scheint, um ein Stelldichein.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 47
Zitationshilfe
„Stelldichein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stelldichein>, abgerufen am 16.11.2018.

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