Stellenabbau, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Stellenabbau(e)s · Nominativ Plural: Stellenabbauten · Verwendung im Plural ungebräuchlich
Aussprache  [ˈʃtɛlənˌʔapbaʊ̯]
Worttrennung Stel-len-ab-bau
Wortzerlegung  Stelle Abbau
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

deutliche Reduzierung der Mitarbeiter, Arbeitsplätze aus wirtschaftlichen Gründen
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein drastischer, massiver, rigoroser, umfangreicher, beschleunigter, sozialverträglicher Stellenabbau
mit Prädikativ: ein Stellenabbau ist absehbar, nötig, notwendig, unausweichlich, unumgänglich, unvermeidbar, unvermeidlich, wahrscheinlich
als Akkusativobjekt: einen Stellenabbau abfedern, ankündigen, auffangen, ausschließen, befürchten, forcieren, kompensieren, planen, vorsehen
als Aktivsubjekt: der Stellenabbau beschleunigt sich, erfolgt, verlangsamt sich, schreitet voran, geht weiter; ein Stellenabbau droht
als Passivsubjekt: der Stellenabbau wird fortgesetzt, ist abgeschlossen, gestoppt
als Genitivattribut: das Ausmaß, der Umfang des Stellenabbaus
in Präpositionalgruppe/-objekt: Kostensenkungen durch einen, Meldungen über einen, Proteste gegen den, ein Sparkurs mit einem, ein Sozialplan für den Stellenabbau
in Koordination: Betriebsschließungen, Filialschließungen, Gehaltskürzungen, Kurzarbeit, Lohnverzicht, Sparmaßnahmen, Standortschließungen, Umstrukturierungen, Werksschließungen und Stellenabbau
Beispiele:
In der Redaktion sollen bis zu 40 Arbeitsplätze eingespart werden. Dieser Stellenabbau solle über natürliche Fluktuation, Altersteilzeit sowie sozialverträgliche Regelungen erfolgen. [Spiegel, 16.09.2014 (online)]
Die Arbeitnehmervertreter der Stahlsparte […] kündigen an, vehement gegen den geplanten Stellenabbau kämpfen zu wollen. [Die Welt, 15.05.2019]
Anfang Januar sollen die Verhandlungen über einen möglichen Interessenausgleich und Sozialplan für 330 vom geplanten Stellenabbau betroffene Karstadt‑Mitarbeiter beginnen. [Die Zeit, 31.12.2014 (online)]
In Zeiten von Stellenabbau und Entlassungen kämpfe jeder mit allen Mitteln um seinen Arbeitsplatz. [Süddeutsche Zeitung, 24.12.2004]
Neuerliche Umsatzeinbrüche, Betriebsschließungen und Stellenabbau erwartet das deutsche Handwerk im laufenden Jahr. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2003]
Der designierte Konzernchef […] bekräftigte in einem Interview […], dass der Zusammenschluss nicht zu Massenentlassungen führen werde. Einzelne Stellenabbauten seien aber nicht zu umgehen. [Neue Zürcher Zeitung, 03.03.2006] ungewöhnl.

letzte Änderung:

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Arbeitsplatzabbau · Personalabbau · Rationalisierungsmaßnahme · Rückgang der Beschäftigung · Stellenabbau · Stellenstreichung(en) · Verkleinerung der Belegschaft  ●  Freisetzung (von Personal)  verhüllend · Personalfreisetzung  verhüllend · Stellenfreisetzung(en)  verhüllend
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Stellenabbau‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stellenabbau‹.

Zitationshilfe
„Stellenabbau“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stellenabbau>, abgerufen am 01.08.2021.

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