Stenogramm, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Stenogramms · Nominativ Plural: Stenogramme
Aussprache
WorttrennungSte-no-gramm (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortzerlegungsteno--gramm
Wortbildung mit ›Stenogramm‹ als Erstglied: ↗Stenogrammblock · ↗Stenogrammhalter
eWDG, 1976

Bedeutung

Niederschrift in Stenographie
Beispiel:
ein Stenogramm noch einmal vorlesen, in die Schreibmaschine übertragen
ein Stenogramm aufnehmenein Diktat, eine Rede in Stenographie niederschreiben
Beispiel:
sie nahm mehrere Stenogramme auf
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stenographie · Stenografie · stenografieren · Stenograf · stenografisch · Stenogramm · Stenotypistin
Stenographie Stenografie f. ‘Schrift mit stark verkürzten Schriftzeichen, Kurzschrift, Schnellschreibschrift’; die Bezeichnung stammt von dem englischen Systemerfinder J. Willis (The Art of Stenography, 1602) und ist eine Bildung zu griech. stenós (στενός) ‘eng, eingeengt, schmal, knapp, schmächtig’ in Verbindung mit engl. -graphy (s. ↗-graphie), also eigentlich ‘Engschrift’. In der 1. Hälfte des 17. Jhs. ins Dt. entlehnt in der latinisierten Form Stenographia, gegen Ende des 18. Jhs. Stenographie; 1845 von Stolze mit Kurzschrift verdeutscht. Dazu die umgangssprachliche Kurzform Steno f. (1. Hälfte 20. Jh.). stenografieren Vb. (Mitte 19. Jh.). Stenograf m. (1. Hälfte 19. Jh.). stenografisch Adj. (Mitte 17. Jh.); vgl. latinisiertes ars stenographica (1. Hälfte 17. Jh.). Stenogramm n. ‘stenografische Aufzeichnung, in Kurzschrift geschriebenes Diktat’ (2. Hälfte 19. Jh., geläufig seit Anfang 20. Jh.), zu griech. grámma (γράμμα) ‘Buchstabe, Geschriebenes’ (s. ↗-gramm). Stenotypistin f. ‘Büroangestellte, die Stenografie und Schreibmaschine schreibt’ (Ende 19. Jh.), feminine Bildung zu Stenotypist m., nach frz. sténotypiste, engl. stenotypist ‘wer Stenografie mit einer besonderen Stenografiermaschine schreibt’ (eine Schreibmaschine besonderer Konstruktion); zu engl. typist ‘Maschinenschreiber’ (vgl. engl. type ‘Druckbuchstabe’, s. ↗Type).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Rede Sitzung diktieren lyrisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stenogramm‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Rest ist Stenogramm: lenkt gut, bremst gut, beschleunigt bärig.
Süddeutsche Zeitung, 28.12.2002
Darum handelt es sich, überhaupt nicht, es handelt sich darum, daß ein Stenogramm vorliegt, das nicht wegdisputiert werden kann.
Die Zeit, 17.06.1948, Nr. 25
Wenn wirklich deutsche Stenogramme aufgenommen werden, ist mein Antrag damit erledigt.
o. A.: Zehnter Tag. Samstag, 1. Dezember 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 24541
Es sind alle 60 Sitzungen der Zentralen Planung, die von 1942 bis 1945 stattgefunden haben, in den Stenogrammen enthalten.
o. A.: Einhundertneunundfünfzigster Tag. Donnerstag, 20. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 11185
Aus diesem Grunde sind wir auf das Stenogramm allein angewiesen, das nicht mit Hilfe der elektrischen Aufnahme überprüft werden kann.
o. A.: Einhundertsechsunddreißigster Tag. Mittwoch, 22. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 15107
Zitationshilfe
„Stenogramm“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stenogramm>, abgerufen am 16.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
stenografisch
stenografieren
Stenografiekursus
Stenografiekurs
Stenografie
Stenogrammblock
Stenogrammhalter
Stenograph
Stenographie
Stenographiekurs