Stentorstimme, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSten-tor-stim-me (computergeneriert)
WortzerlegungStentorStimme
eWDG, 1976

Bedeutung

außergewöhnlich laute Stimme
Beispiel:
mit Stentorstimme rufen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stentorstimme f. ‘laute, volltönende Stimme’. Bildlicher Ausdruck (19. Jh.) nach einer Schilderung Homers (Ilias), wo Sténtōr (Στέντωρ), der so laut wie fünfzig Männer schreien konnte, mit eherner, tönender Stimme die Griechen zum Kampfe auffordert. Die Namensbildung nach griech. sténein (στένειν) ‘stöhnen, dröhnen’.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwar fehlte es nicht an den mit Stentorstimme vorgetragenen Bekräftigungen der alten Positionen.
Die Zeit, 17.09.1982, Nr. 38
Dann vernahm man wieder den Trubel der Versammlung, übertönt von der Stentorstimme des Amerikaners.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 182
Als Danton und seine Freunde vor Gericht kamen, wußte er sich gegen dessen Stentorstimme nicht durchzusetzen.
Der Spiegel, 23.01.1989
Morgenroth hat hier etwas von einem Oberammergauer auf Urlaub mit seinem Rauschebart und seiner Stentorstimme.
Die Welt, 18.11.2004
Karl Mayer, damals der gefeiertste Volksredner Württembergs, dem die Natur eine Stentorstimme verliehen hatte, saß an der Tafel mir schräg gegenüber.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 3447
Zitationshilfe
„Stentorstimme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stentorstimme>, abgerufen am 18.03.2019.

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