Stetigkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSte-tig-keit (computergeneriert)
Wortzerlegungstetig-keit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stet · stad · stetig · Stetigkeit · stets
stet Adj. ‘gleichmäßig fortdauernd, dauerhaft, beständig’, ahd. stāti ‘fest, dauerhaft, beständig’ (um 1000, unstāti, 10. Jh.), mhd. stæt(e), mnd. stēde, mit Dentalformans und einer Ausgangsbedeutung ‘fest stehend’, zeitlich ‘andauernd, ohne Ende’ zu der unter ↗stehen (s. d.) behandelten Wurzel ie. *stā-, *stə- ‘stehen, stellen’ gebildet. Eine semantische Eigenentwicklung (ausgehend von ‘beständig’) zeigt die obd. Nebenform stad Adj. Adv. ‘ruhig, still, zurückhaltend, gemäßigt’ (literarisch 19. Jh.). An stet schließt sich an die Erweiterung stetig Adj. ‘beständig’, ahd. stātīg (8. Jh.), mhd. stætec, stætic. Stetigkeit f. ‘Beständigkeit, Gleichmäßigkeit’, ahd. stātīgheit (11. Jh.), mhd. stætec-, stæticheit, stætekeit ‘Festigkeit, Beständigkeit, Sicherheit’, md. stēde-, stētekeit. stets Adv. ‘immer’, mhd. stætes ‘beständig’, md. stētes, erstarrter Genitiv des Adjektivs mhd. stæt(e) (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beständigkeit · ↗Dauerhaftigkeit · ↗Kontinuität · ↗Langlebigkeit · Stetigkeit  ●  Perennität  veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Außenpolitik Beharrlichkeit Berechenbarkeit Dauer Entschlossenheit Ertragsentwicklung Festigkeit Gebot Geduld Grundsatz Handeln Konsequenz Kontinuität Nachdruck Ordnung Politik Ruhe Sachlichkeit Sicherheit Solidität Tatkraft Verläßlichkeit Vertrauen Wirtschaftspolitik Zuverlässigkeit Zweifel gewiss gewährleisten mangeln unterbrechen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stetigkeit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit einiger Zeit nimmt die Offenheit der Diskussion, die Stetigkeit der Aufklärung zu.
Die Zeit, 13.10.2003, Nr. 41
Natürlich darf man sich auf die Stetigkeit dieses Kanzlers nicht verlassen.
Der Tagesspiegel, 21.12.2002
Durch die planmäßige und der Schönheit folgende Arbeit der Hände kommt Stetigkeit ins Leben.
Genazino, Wilhelm: Die Liebesblödigkeit, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2005, S. 88
Ein Wachstum, das Üppigkeit und Stetigkeit in der Weise der dreißiger und ersten vierziger Jahre verband, begann sich erst mit den sechziger Jahren wieder einzustellen.
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Beginn der Fremdherrschaft bis zur Reform des Börsenvereins im neuen Deutschen Reiche. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 7852
Durch diese Gesetze soll eine Stetigkeit in der Erzeugung wie in der Versorgung des Volkes mit Nahrungsmitteln gewährleistet werden.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 618
Zitationshilfe
„Stetigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stetigkeit>, abgerufen am 23.03.2019.

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