Steuerausfall, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Steuerausfall(e)s · Nominativ Plural: Steuerausfälle · wird meist im Plural verwendet
Aussprache [ˈʃtɔɪ̯ɐˌʔaʊ̯sˌfal]
Worttrennung Steu-er-aus-fall
Wortzerlegung Steuer2Ausfall
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

starke Verringerung der (geplanten) Summe von Steuern², die ein Staat, ein Bundesland oder eine Kommune einnimmt; Situation, in der ein Staat oder eine Kommune plötzlich keine Steuern (einer bestimmten Art) mehr einnimmt
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: konjunkturbedingte Steuerausfälle; erhebliche, dramatische, drastische, hohe, horrende Steuerausfälle; milliardenschwere Steuerausfälle; die befürchteten, drohenden, erwarteten, prognostizierten, voraussichtlichen Steuerausfälle; die überraschenden, unerwarteten Steuerausfälle; die eintretenden, entstehenden, resultierenden Steuerausfälle
als Akkusativobjekt: Steuerausfälle ausgleichen, auffangen, kompensieren, verkraften; Steuerausfälle befürchten, erwarten, prognostizieren, vorhersehen; Steuerausfälle schätzen; Steuerausfälle verursachen; etw. beschert Steuerausfälle
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Steuerausfälle in Millionenhöhe
in Präpositionalgruppe/-objekt: mit Steuerausfällen rechnen; zu Steuerausfällen führen; auf Steuerausfällen reagieren
als Aktivsubjekt: die Steuerausfälle steigen
mit Genitivattribut: das Ausmaß der Steuerausfälle; die Höhe der Steuerausfälle; die Gegenfinanzierung, Kompensation der Steuerausfälle
Beispiele:
Wie hoch die Steuerausfälle durch die Corona‑Krise sein werden, können die Kämmerer im südlichen Breisgau noch nicht genau beziffern. [Badische Zeitung, 21.04.2020]
Wenn die kantonalen Gewinnsteuersätze auf durchschnittlich 16 Prozent sinken, würde dies Steuerausfälle von schätzungsweise 1,3 Milliarden Franken für die kommunale Ebene bedeuten[…]. [Neue Zürcher Zeitung, 04.09.2015]
Die teure Bankenrettung, hohe Kosten für Konjunkturpakete und Kurzarbeit sowie Steuerausfälle haben die Staatsverschuldung in Deutschland explodieren lassen. [Süddeutsche Zeitung, 01.10.2009]
Die Länder, aber auch der Bund, können Steuerausfälle in zweistelliger Milliardenhöhe – wie noch im Koalitionsmodell geplant – nicht verkraften. [Die Zeit, 30.05.1997, Nr. 23]
Die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie würde übrigens sowohl der deutschen wie auch der französischen Regierung einen Steuerausfall von jeweils drei Milliarden Euro bescheren. [Die Welt, 20.01.2004] ungewöhnl. Sg.

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Steuerausfall‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Steuerausfall‹.

Zitationshilfe
„Steuerausfall“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Steuerausfall>, abgerufen am 16.04.2021.

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