Stichelei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Stichelei · Nominativ Plural: Sticheleien
WorttrennungSti-che-lei
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
entsprechend der Bedeutung von sticheln (1)
Beispiel:
Vom Schäfer, der vor langer Zeit den Dorfmädchen das Häkeln beibrachte ... zieht sich über die Sticheleien unserer Mütter ein weiter Weg bis zur »Großen Handarbeitsschau« [Tageszeitung1966]
2.
abwertend
entsprechend der Bedeutung von sticheln (2)
Beispiele:
kleine, provokatorische Sticheleien
immerfort gab es Sticheleien
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sticheln · Stichelei
sticheln Vb. ‘mit spitzem Gegenstand wiederholt in etw. einstechen’, mhd. stichelen ‘umgraben’; übertragen ‘mit spitzen Worten reizen’ (15. Jh.). Iterativbildung zu ↗stechen (s. d.). Stichelei f. ‘freundschaftlich neckende oder böswillig aufreizende Rede’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(kleine) Gemeinheit · ↗Boshaftigkeit · ↗Gestichel · ↗Seitenhieb · ↗Spitze · Stichelei · böses Wort · giftige Bemerkung · spitze Bemerkung  ●  ↗Malice  geh., veraltend, franz. · ↗Medisance  geh., franz., bildungssprachlich
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfeindung Intrige Kollege Provokation Richtung Stichelei Streiterei anheizen ausbleiben boshaft derartig ertragen gefallen gegenseitig gezielt harmlos hinnehmen hämisch ironisch klein kontern reizen solch ständig verbal verkneifen weitergehen ärgern üblich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stichelei‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allerdings würden die Sticheleien künftig nicht nur Jung von Matt treffen.
Die Welt, 03.09.2001
Man muß sich dran gewöhnen, Sticheleien einzustecken ", schrieb er dann seiner Mutter.
Süddeutsche Zeitung, 20.02.1999
Lehrer Foese, ein harter Mann, erschrak bisweilen vor solcher Furchtlosigkeit und zahlte sie mit hämischen Sticheleien heim.
Bieler, Manfred: Der Bär, Hamburg: Hoffmann und Campe 1983, S. 13
Das Zusammenleben braucht keine Kette von Ärgernissen, Streitereien und Sticheleien hervorzurufen.
Smolka, Karl: Gutes Benehmen von A - Z. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1957], S. 28153
Auch war sie das Gerede und die Sticheleien und Anzüglichkeiten der jüngeren Angestellten satt.
Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 325
Zitationshilfe
„Stichelei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stichelei>, abgerufen am 15.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Stichel
stichdunkel
Stichblatt
Stichbandkeramik
Stichbalken
Stichelhaar
stichelhaarig
sticheln
Stichelrede
Stichentscheid