Stickerei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Stickerei · Nominativ Plural: Stickereien
Aussprache
WorttrennungSti-cke-rei (computergeneriert)
Wortzerlegungsticken-erei
Wortbildung mit ›Stickerei‹ als Letztglied: ↗Goldstickerei · ↗Handstickerei · ↗Kreuzstichstickerei · ↗Kreuzstickerei · ↗Kurbelstickerei · ↗Lochstickerei · ↗Perlenstickerei · ↗Perlstickerei · ↗Plattstichstickerei · ↗Plattstickerei · ↗Rahmenstickerei · ↗Richelieustickerei · ↗Seidenstickerei · ↗Silberstickerei · ↗Weißstickerei
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
(dauerndes) Sticken
2.
Handarbeit
a)
gesticktes Muster, gestickte Verzierung
b)
etw., was mit Stickereien versehen ist; Stickarbeit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sticken · Stickerei
sticken Vb. ‘mit Nadel und Faden in feinen Stichen erhabene Muster in Stoff einnähen’, ahd. gisticken ‘befestigen, herrichten’ (8. Jh.), mhd. sticken ‘erhabene Muster einnähen, gestalten, fälteln, mit (Zaun)pfählen versehen’, mnd. sticken ‘herrichten, Muster einnähen, Pfeile schäften’, mnl. sticken ‘hineinstechen, feststecken, sticken’, nl. stikken ‘steppen, sticken’ steht als Intensivum zu dem unter ↗stechen (s. d.) behandelten Verb bzw. der dort angegebenen Gutturalerweiterung ie. *(s)teg- bzw. *(s)teig-, *(s)tig- ‘stechen, spitz, Stange, Pfahl, Stock’. Stickerei f. ‘gesticktes Muster, Werkstatt, in der gestickt wird’ (17. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abendkleid Applikation Bluse Bordüre Borte Feder Gewand Keramik Kristall Ornament Pelz Perle Robe Rüsche Seide Silberschmuck Textilie Weberei aufwendig aufwändig bunt filigran handgearbeitet kostbar kunstvoll orientalisch silbern verzieren zierlich üppig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stickerei‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einer knallengen schwarzen Hose mit weißer Stickerei steht der gertenschlanke junge Mann auf seinen Händen.
Süddeutsche Zeitung, 10.02.1999
Seine Frau verdient ein bißchen Geld mit Stickereien, Tong Chou tut nichts.
Die Zeit, 20.09.1991, Nr. 39
Volkskunststickereien, meist farbfreudige Stickereien, deren Muster durch Überlieferung erhalten sind.
o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 342
Man vermutet, daß sich die Technik des Häkelns aus der Ausführung des Kettenstiches (Stickerei) entwickelt hat.
o. A.: Lexikon der Kunst - K. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 20005
Da die heutzutage zur Stickerei beliebten Rohmaterialien fehlten, lieferte das Pflanzenreich manche Stoffe dazu.
Die Landfrau, 09.08.1925
Zitationshilfe
„Stickerei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stickerei>, abgerufen am 20.08.2019.

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