Stillleben

Alternative SchreibungStill-Leben
GrammatikSubstantiv
WorttrennungStill-le-ben ● Still-Le-ben
WortzerlegungstillLeben
Ungültige SchreibungStilleben
Rechtschreibregeln§ 45 (4)
eWDG, 1976

Bedeutung

bildliche Darstellung unbewegter Gegenstände oder toter Tiere in künstlerischer Anordnung
Beispiele:
Blumen, Früchte, tote Tiere, Gegenstände des täglichen Gebrauchs sind von vielen Künstlern als Still-Leben/Stillleben dargestellt worden
ein Still-Leben/Stillleben malen, kaufen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

still · Stille · stillen · Stilleben
still Adj. ‘ohne Bewegung, lautlos, ruhig, leise, verborgen, geheim’, ahd. stilli (8. Jh.), mhd. stille, asächs. stilli, mnd. mnl. stille, nl. stil, aengl. stille, engl. still (westgerm. *stellja-) läßt sich, ausgehend von ‘unbeweglich stehend’, als Ableitung mit (zu ll assimiliertem) n-Suffix an die unter ↗Stall (s. d.) angegebene Wurzel ie. *stel- ‘stellen, aufstellen; stehend, unbeweglich, steif; Ständer, Pfosten, Stamm, Stiel’ anschließen. Die im Mhd. verbreitete Bedeutung ‘verborgen, geheim, heimlich’ bewahren Fügungen wie stiller (‘heimlich gehegter’) Wunsch (18. Jh.), im stillen ‘im geheimen, im verborgenen’ (17. Jh.). Stille f. ‘Bewegungslosigkeit, Lautlosigkeit, Ruhe, Verborgenheit, Heimlichkeit’, ahd. stillī (8. Jh.), mhd. stille. stillen Vb. ‘beruhigen, zum Schweigen bringen, befriedigen’, ahd. stillen ‘zum Schweigen bringen, beruhigen’ (8. Jh.), stillēn ‘ruhig werden, verstummen, nachlassen’ (10. Jh.), mhd. stillen ‘beruhigen, zur Ruhe kommen’, auch ‘einem Säugling die Brust geben’, eigentlich ‘durch Nahrung beruhigen’. Stilleben n. ‘bildliche Darstellung alltäglicher Gegenstände in künstlerischer Anordnung’ (2. Hälfte 18. Jh.), älter stilliegende Sachen (Anfang 18. Jh.), nach nl. stilleven bzw. stilstaand oder stilliggend leven; vgl. auch (ebenfalls aus dem Nl.) engl. still life, in dt. Übersetzung stilles Leben (1. Hälfte 18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Frucht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Still-Leben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch in anderen Ländern entfalten die elektronischen Stillleben offenbar meditative Kraft.
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2004
Von hier ist es ein kurzer Weg zu seinen Stillleben.
Der Tagesspiegel, 02.03.2001
In ihr hatte sie ein adäquates Medium für eine zeitgemäße Interpretation des Stilllebens gefunden.
Die Welt, 17.01.2001
Die Straße ist grau vom Staub, das bunte Obst wirkt unecht wie in einem Stillleben.
Die Zeit, 22.07.2004, Nr. 31
In ihrer Freizeit malt sie Stillleben in Öl, liest englische Romane und läuft Marathon.
Bild, 01.04.2003
Zitationshilfe
„Stillleben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stillleben>, abgerufen am 16.12.2019.

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