Stipendiat, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Stipendiaten · Nominativ Plural: Stipendiaten
Aussprache
WorttrennungSti-pen-di-at (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1976

Bedeutung

jmd., der ein Stipendium empfängt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stipendium · Stipendiat
Stipendium n. ‘Geldunterstützung’ (besonders für Schüler und Studierende), Übernahme (um 1500) von lat. stī̌pendium ‘Steuer, Tribut, Kontribution, Zoll, Sold, Löhnung’, auch (spätlat.) ‘Einkünfte’, (mlat.) ‘(finanzielle) Unterstützung’; aus *stip(i)pendium, zu lat. stips (Genitiv stipis) ‘Beitrag an Geld, Gabe, Spende, Almosen, Ertrag, Gewinn’ und lat. pendere ‘(ab)wägen, erwägen, beurteilen, schätzen, (be)zahlen, leisten’ (s. ↗Pensum). Der Ausdruck bezeichnet anfangs das ‘Einkommen, Gehalt eines (Universitäts)lehrers’, dann (bereits im 16. Jh.) die ‘finanzielle Unterstützung’ (für Schüler, Studenten, Wissenschaftler, Künstler), verallgemeinert die ‘Unterhaltszahlung, (Geld)stiftung’ sowie das ‘Wohnheim für bedürftige Schüler, Alumnat’. Neben den lat. Plural Stipendia tritt seit dem Ende des 17. Jhs. die dt. Pluralform Stipendien. Stipendiat m. ‘Empfänger einer finanziellen Förderung’ (17. Jh.), lat. stipendiātus ‘wer Unterstützung erhält, wer besoldet ist’, Part. Perf. von lat. stipendiārī ‘besoldet werden, Unterhalt empfangen’.

Typische Verbindungen zu ›Stipendiat‹

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Austauschdienst Auswahl Begabtenförderungswerk Colloquium DAAD Doktorand Forschungsgemeinschaft Friedrich-Ebert-Stiftung Friedrich-Naumann-Stiftung Fulbright-Stiftung Humboldt-Stiftung Kolleg Konrad-Adenauer-Stiftung Künstlerhaus Künstlerprogramm Musikleben Orchester-Akademie Orchesterakademie Praktikant Preisträger Solitude Stiftung Stipendiatin Studienstiftung Villa Wissenschaftskolleg ausgewählt auswählen ehemalig gefördert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stipendiat‹.

Verwendungsbeispiele für ›Stipendiat‹

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Immerhin ist in den letzten Jahren auch die Zahl der Stipendiaten gestiegen.
Die Zeit, 18.11.2013, Nr. 46
Seit 1984 haben die 306 bayerischen Stipendiaten keine Erhöhung mehr bekommen.
Süddeutsche Zeitung, 19.10.1995
Die eigentliche theologische Ausbildung erhielten die Stipendiaten an der Universität.
Brecht, M.: Tübingen. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 36856
Sein jugendlich feuriges Temperament paßte schlecht zu dem ruhigen Studienleben der anderen Stipendiaten.
Boschot, Adolphe: Charpentier. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 17220
Eine gewisse Anzahl von ihnen - ich glaube ein Hundert - sollten dann als kaiserliche Stipendiaten nach Petersburg geschickt und dort ausgebildet werden.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Zitationshilfe
„Stipendiat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stipendiat>, abgerufen am 22.01.2020.

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