Stocher, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Worttrennung Sto-cher
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

Gegenstand, Gerät zum Stochern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stochern · Stocher · Zahnstocher
stochern Vb. ‘wiederholt in etw. herumstechen’ (16. Jh.), Iterativbildung zu seltenem (allerdings später bezeugtem, aber sicher älterem) stochen ‘das Feuer schüren, in etw. herumstechen’, mnd. stȫken ‘wiederholt stechen, Feuer schüren’, mnl. stōken ‘stoßen, stechen’, nl. stoken, das wie Stock, Stück (s. d.) auf ie. *(s)teug- zurückführbar ist, eine Gutturalerweiterung der unter stoßen (s. d.) verzeichneten Wurzel ie. *(s)teu- ‘stoßen, schlagen’. Stocher m. ‘Heizer, wer das Feuer schürt’ (15. Jh., md. Stogker), ‘Instrument zum Stochern’ (17. Jh.); Zahnstocher m. (17. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Stocher‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es ist ein Stochern im Nebel, hundert Jahre sind eine lange Zeit.
Süddeutsche Zeitung, 02.08.2004
Vor allem ohne gründlich überprüfte Strategie gleicht das Handeln oft dem Stochern im Nebel.
Die Welt, 19.06.1999
Das gleicht nur zu oft einem Stochern mit Stangen im Nebel.
Die Zeit, 12.03.1976, Nr. 12
Alles fertig zum Stochern und Sondieren - da kommt er auch schon, ein heikler Fall.
Bild, 15.07.2000
Das Power-Management und das Stochern in den Chipsatzregistern folgt dann in Teil 2.
C't, 1997, Nr. 3
Zitationshilfe
„Stocher“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stocher>, abgerufen am 16.09.2021.

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