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Stoiker, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Stoikers · Nominativ Plural: Stoiker
Aussprache
WorttrennungSto-iker · Stoi-ker
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Stoiker‹ als Grundform: ↗stoisch
eWDG, 1976

Bedeutung

Mensch von unerschütterlichem Gleichmut
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stoisch · Stoiker · Stoizismus
stoisch Adj. ‘die Philosophie der Stoa betreffend’ (15. Jh.), ‘selbstbeherrscht’, daher auch ‘unerschütterlich, gleichmütig’ (17. Jh.), aus lat. stōicus, griech. stōïkós (στωϊκός) ‘die Philosophie der Stoa betreffend, zu ihr gehörig’, substantiviert ‘Stoiker’, abgeleitet von griech. stoá (στοά) bzw. stōïá (στωϊά) ‘Säule, Pfeiler, Säulenhalle, Säulengang’ bzw. der danach (Stoa) benannten, von Zenon und Kition um 308 v. u. Z. zu Athen in der Säulenhalle poikílē (‘buntbemalte’) stoá gegründeten Philosophenschule, deren Philosophie von ihren Anhängern unerschütterlichen Gleichmut der Seele in allen Situationen des Lebens verlangt. Stoiker m. ‘Anhänger und Vertreter der Stoa, gleichmütiger, unerschütterlicher Mensch’ (17. Jh.; bereits im 15. Jh. lat. Stōicus in dt. Texten). Stoizismus m. ‘Lehre und Weltanschauung der Stoa, Gleichmut, Unerschütterlichkeit’ (18. Jh.); vgl. frz. stoïcisme (17. Jh.).
Zitationshilfe
„Stoiker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stoiker>, abgerufen am 26.05.2019.

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