Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Stoppel, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Stoppel · Nominativ Plural: Stoppeln
Aussprache 
Worttrennung Stop-pel (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Stoppel‹ als Erstglied: Stoppelbart · Stoppelfeld · Stoppelfrucht · Stoppelhaar · Stoppelhopser · Stoppellähme · Stoppelsaat · Stoppelwind · stoppelhaarig · stoppelig · stopplig
 ·  mit ›Stoppel‹ als Letztglied: Bartstoppel · Haarstoppel
eWDG

Bedeutungen

1.
nach dem Mähen stehengebliebener Rest eines Halmes, besonders von Getreide
Grammatik: meist im Plural
Beispiel:
der Wind weht über die Stoppeln
2.
Gesamtheit von 1, Stoppelfeld
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
die Stoppel pflügen
Die Männer können sofort mit dem Kuhpflug die Stoppel schälen [ StrittmatterTinko366]
3.
nachgewachsenes, noch nicht rasiertes Barthaar
Beispiele:
die Stoppeln des Bartes
er hat Stoppeln um das Kinn
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stoppel · stopp(e)lig · stoppeln · zusammenstoppeln
Stoppel f. ‘Rest des abgeschnittenen Halmes’, eine md. nd. Wortform, seit dem 16. Jh. durch Luther in der Literatursprache geläufig. Ahd. stuphila, stophila (Hs. 12. Jh.), langobard. stupla, mhd. stupfel, (md.) stupela, (rhein.) stoppele, mnd. stoppel, mnl. stoppele, nl. stoppel sind entlehnt aus spätlat. stup(u)la ‘Strohhalm’, einer Variante zu lat. stipula ‘(Korn-, Stroh)halm’. Das Wort entstammt (wie Pflanze, Sichel, Spelze und dgl.) dem römischen Ackerbau. Übertragen ‘kurzes, borstiges Barthaar’ (17. Jh.). stopp(e)lig Adj. ‘mit Stoppeln versehen’ (19. Jh.), älter stoppelicht (17. Jh.). stoppeln Vb. ‘(in den Stoppeln) Ähren lesen’ (15. Jh.), allgemein ‘sammeln’, von geistiger Arbeit ‘kompilieren’ (16. Jh.). zusammenstoppeln Vb. ‘mühsam zusammenlesen, notdürftig zusammensetzen’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Pfropfen · Proppen · Stopfen · Stöpsel · Verschlussstopfen  ●  Korken  Hauptform · Stoppel (Flasche)  österr. · Zapfen (Flasche)  schweiz.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Stoppel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stoppel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Stoppel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man sieht über Stoppeln und im Park werden die Blätter gelb. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 04.03.1927]
Dort waren noch die Stoppeln der vorangegangenen Ernte, daher stammt der heutige Name. [Die Welt, 12.08.2005]
Selbst die Stoppeln sitzen: so sieht sich der Meister selber. [Die Welt, 12.09.2003]
Graue Stoppeln wachsen auf ihm wie Moose auf Stein im hohen Norden. [Die Welt, 03.05.2000]
Er schritt ebenso würdig wie ich und blieb ebensooft an den Stoppeln hängen. [Widmer, Urs: Im Kongo, Zürich: Diogenes 1996, S. 196]
Zitationshilfe
„Stoppel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stoppel>.

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