Stoppel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Stoppel · Nominativ Plural: Stoppeln
Aussprache
WorttrennungStop-pel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Stoppel‹ als Erstglied: ↗Stoppelbart · ↗Stoppelfeld · ↗Stoppelfrucht · ↗Stoppelhaar · ↗Stoppelhopser · ↗Stoppellähme · ↗Stoppelsaat · ↗Stoppelwind · ↗stoppelhaarig · ↗stoppelig · ↗stopplig
 ·  mit ›Stoppel‹ als Letztglied: ↗Bartstoppel
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
nach dem Mähen stehengebliebener Rest eines Halmes, besonders von Getreide
Grammatik: meist im Plural
Beispiel:
der Wind weht über die Stoppeln
2.
Gesamtheit von 1, Stoppelfeld
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
die Stoppel pflügen
Die Männer können sofort mit dem Kuhpflug die Stoppel schälen [StrittmatterTinko366]
3.
nachgewachsenes, noch nicht rasiertes Barthaar
Beispiele:
die Stoppeln des Bartes
er hat Stoppeln um das Kinn
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stoppel · stopp(e)lig · stoppeln · zusammenstoppeln
Stoppel f. ‘Rest des abgeschnittenen Halmes’, eine md. nd. Wortform, seit dem 16. Jh. durch Luther in der Literatursprache geläufig. Ahd. stuphila, stophila (Hs. 12. Jh.), langobard. stupla, mhd. stupfel, (md.) stupela, (rhein.) stoppele, mnd. stoppel, mnl. stoppele, nl. stoppel sind entlehnt aus spätlat. stup(u)la ‘Strohhalm’, einer Variante zu lat. stipula ‘(Korn-, Stroh)halm’. Das Wort entstammt (wie Pflanze, Sichel, Spelze und dgl.) dem römischen Ackerbau. Übertragen ‘kurzes, borstiges Barthaar’ (17. Jh.). stopp(e)lig Adj. ‘mit Stoppeln versehen’ (19. Jh.), älter stoppelicht (17. Jh.). stoppeln Vb. ‘(in den Stoppeln) Ähren lesen’ (15. Jh.), allgemein ‘sammeln’, von geistiger Arbeit ‘kompilieren’ (16. Jh.). zusammenstoppeln Vb. ‘mühsam zusammenlesen, notdürftig zusammensetzen’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Pfropfen · ↗Proppen · ↗Stopfen · ↗Stöpsel · Verschlussstopfen  ●  ↗Korken  Hauptform · Stoppel (Flasche)  österr. · ↗Zapfen (Flasche)  schweiz.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Feld Gesicht Getreidefeld Haar Kinn Kopf blond gelb grau kurz sprießen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stoppel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dort waren noch die Stoppeln der vorangegangenen Ernte, daher stammt der heutige Name.
Die Welt, 12.08.2005
Man sieht über Stoppeln und im Park werden die Blätter gelb.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 04.03.1927
Er schritt ebenso würdig wie ich und blieb ebensooft an den Stoppeln hängen.
Widmer, Urs: Im Kongo, Zürich: Diogenes 1996, S. 196
Ich stürzte hinaus und verbarg mein Grauen draußen in der Öde der Stoppeln.
Sudermann, Hermann: Das Bilderbuch meiner Jugend. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 802
Zitationshilfe
„Stoppel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stoppel>, abgerufen am 08.12.2019.

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