Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Strand, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Strand(e)s · Nominativ Plural 1: Strände · Nominativ Plural 2: selten Strande
Aussprache 
eWDG

Bedeutung

sandige Flachküste, vom Meer bespülter Küstensaum
Beispiele:
ein breiter, schmaler, steiniger Strand
am Strand liegen und sich sonnen
zum Baden an den Strand gehen
die Boote an, auf den Strand ziehen
das Schiff lief, geriet auf Strand (= strandete)
das lecke Schiff wurde auf (den) Strand gesetzt
sandige langgestreckte Badestelle an einem See oder Fluss
Beispiel:
gehobenam Strand der Spree (= in Berlin)
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Strand · stranden · Strandgut
Strand m. ‘vom Meer bespülter Küstenstreifen, Sandstreifen am Meer’, mhd. strant, von Seeleuten der Ostsee (Ende 13. Jh.) aus dem Skandinav. entlehnt, zuerst in der Literatur des Deutschen Ordens, also im Nordosten des dt. Sprachgebietes und von da nach Westen vordringend, vgl. mnd. mnl. strant, nl. strand, dann (17. Jh.) auch bei obd. Autoren. Anord. strǫnd ‘Strand, Küste’, schwed. strand (germ. *stranda-, *strandu-) und (ablautend) anord. strind ‘Kante, Seite, Rand’ stellen sich als ‘ausgebreiteter Streifen’ zu der unter streuen (s. d.) angeführten Wurzel ie. *ster(ə)- ‘ausbreiten, (aus)streuen’. de Vries Nl. 708 möchte lieber von einer Bedeutung ‘Trennlinie’ (zwischen Wasser und Land) ausgehen und daher an die Wurzelbedeutung ‘Streifen, Strich’ (s. Strahl, streichen, Strich, Streifen) anknüpfen. Auch aengl. engl. (älter) strand stammen wohl aus dem Skandinav. Dem Dt. eigene, ältere Bezeichnungen sind Gestade und Ufer (s. d.). – stranden Vb. ‘auf den Strand oder eine Untiefe geraten’ (15. Jh.), ‘scheitern, Mißerfolg haben’ (17. Jh.). Strandgut n. ‘am Strand angespülte (vornehmlich aus einem Schiffbruch stammende) und daher herrenlose Gegenstände’ (17. Jh.), übertragen ‘herrenlos Zurückgebliebenes’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Badestrand · Strand
Synonymgruppe
Küste · Strand · Ufer  ●  Gestade  geh., veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Strand‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Strand‹.

Adria Badeort Ferieninsel Nordseeinsel Normandie Ostsee Ostseebad Plenty-bucht Seebad Spree einsam endlos feinsandig herrlich kalifornisch karibisch kilometerlang menschenleer sandig schneeweiß steinig sylter timmendorfer traumhaft unberührt unordentlich verschmutzt wunderschön überfüllt

Verwendungsbeispiele für ›Strand‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und vom nächtlichen Schlafen auf dem Strand ist selbst bei wärmsten Temperaturen abzuraten. [Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR – ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 208]
Er schaute sich ungeniert die halbnackten Frauen am Strand an. [Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 364]
Wer mag, darf sogar offiziell mit dem Auto am Strand fahren. [Die Zeit, 23.03.2000, Nr. 13]
Man muss nicht an den Strand, man muss nicht ins Büro. [Die Zeit, 17.06.1999, Nr. 25]
Ich höre ihn anlegen und das Boot auf den Strand ziehen. [Glaeser, Ernst: Marynka im Ried. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 114]
Zitationshilfe
„Strand“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Strand>.

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