Stress, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Stress/Stresses · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
HerkunftEnglisch
Ungültige SchreibungStreß, s. Regelwerk: § 2
Wortbildung mit ›Streß‹ als Erstglied: Stresstest · Stresszeit · stressfrei · stressgeplagt
 ·  mit ›Streß‹ als Letztglied: Dauerstress · Dichtestress
eWDG, 1976

Bedeutung

(gesundheitsschädigende) Überbeanspruchung des menschlichen Organismus durch starke körperliche, nervliche und psychische Belastungen
Beispiele:
der Stress des modernen Großstadtlebens
eine der häufigsten Ursachen des Herzinfarkts ist der Stress
in seiner neuen Funktion war er einem ständigen Stress ausgesetzt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Streß m. ‘(gesundheitsschädigende) Überbeanspruchung des menschlichen Organismus durch große physische und psychische Belastungen’, Übernahme (50er Jahre 20. Jh.) von gleichbed. amerik.-engl. stress, das zuerst 1936 von dem kanadischen Physiologen H. Selye als medizinischer Terminus im oben angegebenen Sinne verwendet wird. Engl. stress ‘Nachdruck, Gewicht, Beanspruchung, Belastung, Spannung’ geht entweder als Kürzung von engl. distress ‘Qual, Schmerz, Kummer, Not, Erschöpfung’ auf afrz. destrece ‘Bedrängnis, Angst, Not’ (vlat. *districtia ‘Enge’, abgeleitet von lat. districtus, Part. Perf. zu lat. distringere ‘auseinanderziehen, -dehnen, von allen Seiten zusammenschnüren, einengen’) oder auf afrz. estrece ‘Enge, Druck, Bedrückung’ (zu afrz. estrecier ‘enger machen, zusammenziehen’, dieses aus gleichbed. vlat. *strictiāre, abgeleitet von lat. strictus ‘dicht, straff, stramm, eng’, Part.adj. zu lat. stringere ‘schnüren, zusammenbinden, (ab)streifen’) zurück.
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der ganze Stress, den man im Zusammenleben mit einem Mann nun einmal hat, fällt völlig weg.
Noll, Ingrid: Ladylike, Zürich: Diogenes 2006, S. 8
Doch wenn die Zeiten lange zu gut und der Kinder zu viele waren, dann entsteht Streß.
Die Welt, 03.05.2005
Bei den täglichen Einsätzen wisse der Beamte nicht, was auf ihn zukomme; dies erzeuge zusätzlichen Stress.
Der Tagesspiegel, 15.02.2004
Aber was jetzt mit ihm vorging, was ihn immer wieder stundenweise aus der Bahn warf, war das Stress?
Delius, Friedrich Christian: Ein Held der inneren Sicherheit, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1981, S. 96
Das Interesse an der Erforschung von Streß resultiert nicht zuletzt daraus, daß man bestimmte - meist negative - Folgen erwartet.
Semmer, Norbert: Streß. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 17726
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auslöser Bewegungsmangel Depressionen Ernährung Frust Hektik Leistungsdruck Mobbing Zeitdruck abzubauen antun ausarten ausgesetzt aushalten beruflichen bewältigen chronischer emotionalen enormen ersparen oxidativen posttraumatischem psychischen psychosozialen purer seelischen ziemlicher Ärger Überforderung Überlastung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Streß‹.

Worthäufigkeit

selten häufig

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