Streif, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Streif(e)s · Nominativ Plural: Streife
Aussprache
formal verwandt mitStreifen
Wortbildung mit ›Streif‹ als Erstglied: ↗Streifchen  ·  mit ›Streif‹ als Letztglied: ↗Lichtstreif · ↗Mondstreif · ↗Nebelstreif · ↗Purpurstreif · ↗Silberstreif · ↗Sonnenstreif
 ·  formal verwandt mit: ↗Streifen
eWDG, 1976

Bedeutung

gehoben Streifen
Beispiele:
ein schmaler, breiter, heller, dunkler, gelber, rötlicher Streif am Horizont
und wo der Wagen gefahren war, blieb auf dem Pflaster ein Streif rechts und ein Streif links [GaiserSchlußball51]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Streifen · Streif · streifig · gestreift
Streifen Streif m. ‘sich abhebender Farbstrich, Strahl, langes schmales Stück, Band’, mit -en aus den Endungen der flektierten Kasus, mhd. strīfe, mnd. mnl. strīpe ‘Streifen’, schwed. stripa ‘herabhängendes Haarbüschel, Haarsträhne’, anord. strip n. ‘gestreiftes Zeug’ (aus dem Mnd.?, doch vgl. strīprendr ‘gestreift’) sowie ahd. striph ‘Schuttbingelkraut’, stripha ‘Grindampfer’ (Hs. um 1200) und das unter ↗streifen (s. d.) behandelte Verb lassen sich mit air. srīab (aus *streibā) ‘Streifen’ auf ie. *streib- zurückführen, eine Labialerweiterung der unter ↗Strahl, ↗streichen (s. d.) genannten Wurzel ie. *ster-, *sterə-, *strē-, *strei-, *streu- ‘Streifen, Strich, Strähne, Strahl’, auch ‘über etw. hinwegstreifen, -streichen’, die wohl identisch ist mit der unter ↗streuen (s. d.) angeführten Wurzel ie. *ster(ə)- ‘ausbreiten, (aus)streuen’. streifig Adj. ‘mit Streifen versehen’ (18. Jh.), älter streificht, ahd. strīfaht ‘gestreift’ (11. Jh.), mhd. strīfeht. gestreift Part.adj. ‘mit Streifen versehen’, mhd. gestrīft, zu mhd. strīfen ‘mit Streifen versehen’, abgeleitet von mhd. strīfe ‘Streifen’ (s. oben).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dreharbeit Filmmusik Grünanlage Hauptrolle Horizont Karo Ordnungsamt Polizeibeamter Polizist Speck Spinne Streif Streifen Uniform Westjordanland Zwiebel berüchtigt breit entmilitarisiert fahren gedreht mimen mitfahren preisgekrönt schmal schneiden unterteilen verzieren zerschneiden Ärmel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Streif‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit sechs Jahren fuhr er zum ersten Mal die Streif hinunter.
Süddeutsche Zeitung, 20.01.2001
Ein Streif der Böschung sah wie Tang aus und hatte sich noch nicht aufgerichtet.
Flake, Otto: Scherzo. In: ders., Lichtenthaler Allee, Gütersloh: Mohn 1965 [1935], S. 265
Man verwies mich dort an Herrn Streif, den Kontaktpfleger dieser Organisation, einen netten jungen Mann.
Die Zeit, 10.06.1960, Nr. 24
Der ignorierte Teamkollege haderte derweil mit der arg verschneiten Streif.
Die Welt, 24.01.2000
Die Hand hing im Wasser und zog einen quirlenden Streif.
Tucholsky, Kurt: Rheinsberg. In: Werke und Briefe, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 460
Zitationshilfe
„Streif“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Streif>, abgerufen am 18.10.2019.

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