Streife, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Streife · Nominativ Plural: Streifen
Aussprache
WorttrennungStrei-fe (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Streife‹ als Erstglied: ↗Streifenbeamte · ↗Streifendienst · ↗Streifenführer · ↗Streifengang · ↗Streifenpolizist · ↗Streifenposten · ↗Streifenwagen
 ·  mit ›Streife‹ als Letztglied: ↗Doppelstreife · ↗Fahrradstreife · ↗Funkstreife · ↗Funkwagenstreife · ↗Grenzstreife · ↗Militärstreife · ↗Polizeistreife · ↗Schupostreife · ↗Zivilstreife
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
kleinerer, aus Angehörigen der Polizei oder einer militärischen Einheit bestehender Trupp, der Erkundungsgänge, Erkundungsfahrten durchführt, Militärpatrouille, Polizeipatrouille
Beispiele:
eine Streife kommt die Straße entlang, kontrolliert ein Lokal
er wurde von einer Streife der Polizei bei einem Einbruch ertappt
2.
von 1 durchgeführter Erkundungsgang, Kontrollfahrt mit einem Streifenwagen oder Patrouillenboot
Beispiele:
auf Streife gehen, sein
die Grenzsoldaten kehrten von der Streife zurück
3.
landschaftlich Wanderung ohne bestimmtes Ziel, Streifzug
Beispiel:
er befand sich auf zielloser Streife in der Umgebung, nahm ihn auf allen seinen Streifen mit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

streifen · abstreifen · Streife · Streifschuß
streifen Vb. ‘gleitend berühren, abstreifen, herumschweifen’, mhd. streifen ‘gleitend berühren, gleiten, ziehen, marschieren, abhäuten’, mnd. mnl. strīpen steht ablautend zu dem unter ↗Streifen (s. d.) behandelten Substantiv. Aus ‘gleitend berühren, flüchtig über etw. hinfahren’ entwickelt sich ‘durch Entlanggleiten etw. Umhüllendes abstreifen, abziehen’ und (spätmhd.) ‘umherziehen, umherschweifen’. abstreifen Vb. ‘etw. Umhüllendes, Enganliegendes abziehen, entfernen, enthäuten’, ahd. abastreifen (11. Jh.), mhd. abestreifen, frühnhd. auch ‘sich davonmachen’ (Ende 15. Jh.), ‘ein Gebiet durchstreifen, eine Strecke zurücklegen’ (19. Jh.). Streife f. älter Streif m. ‘Streifzug, Wanderung’, spätmhd. streif m.; ‘Gruppe, kleine Einheit des Militärs oder der Polizei auf Kontrollgang’ (18. Jh.), zuvor ‘umherziehender Heerhaufen’ (16. Jh.). Streifschuß m. ‘Verletzung durch ein den Körper nur leicht berührendes Geschoß’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kontrollgang · ↗Patrouille · Streife
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Autobahnpolizei Bundesgrenzschutz Karo alarmiert blau breit diagonal dünn farbig fein gelb hell hellblau horizontal orangefarben reflektierend rot schmal schneiden schwarz schwarz-rot-golden schwarz-weiß senkrecht verlaufend vertikal vorbeikommend waagerecht weiß zerschneiden Ärmel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Streife‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Künftig werden die Männer in den blauen Uniformen noch mehr Streife gehen.
Bild, 08.06.2004
Doch die von seinem Kloster alarmierte Streife ist schon im Haus.
Fath, Rolf: Werke - B. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 331
Einer Streife fiel der besonders junge Mann am Steuer auf.
Süddeutsche Zeitung, 25.06.1996
Der Chor fiel ein, die Streife nickte und zog grinsend ab.
Fritsch, Gerhard: Fasching, Hamburg: Rowohlt 1967, S. 112
Die andere Streife kam erst sehr spät wieder, weil sie sich in der Dunkelheit verirrt hatte.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 472
Zitationshilfe
„Streife“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Streife>, abgerufen am 14.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Streifchen
Streifbanddepot
Streifband
Streif
Streichzither
streifen
Streifenbeamte
Streifenbildung
Streifenbluse
Streifendienst