Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Streife, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Streife · Nominativ Plural: Streifen
Aussprache  [ˈʃtʀaɪ̯fə]
Worttrennung Strei-fe
Wortbildung  mit ›Streife‹ als Erstglied: Streifenbeamte · Streifendienst · Streifenführer · Streifengang · Streifenpolizist · Streifenposten · Streifenwagen
 ·  mit ›Streife‹ als Letztglied: Doppelstreife · Fahrradstreife · Funkstreife · Funkwagenstreife · Fußstreife · Grenzstreife · Militärstreife · Polizeistreife · Schupostreife · Verkehrsstreife · Zivilstreife
eWDG

Bedeutungen

1.
kleinerer, aus Angehörigen der Polizei oder einer militärischen Einheit bestehender Trupp, der Erkundungsgänge, Erkundungsfahrten durchführt, Militärpatrouille, Polizeipatrouille
Beispiele:
eine Streife kommt die Straße entlang, kontrolliert ein Lokal
er wurde von einer Streife der Polizei bei einem Einbruch ertappt
2.
von 1 durchgeführter Erkundungsgang, Kontrollfahrt mit einem Streifenwagen oder Patrouillenboot
Beispiele:
auf Streife gehen, sein
die Grenzsoldaten kehrten von der Streife zurück
3.
landschaftlich Wanderung ohne bestimmtes Ziel, Streifzug
Beispiel:
er befand sich auf zielloser Streife in der Umgebung, nahm ihn auf allen seinen Streifen mit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

streifen · abstreifen · Streife · Streifschuß
streifen Vb. ‘gleitend berühren, abstreifen, herumschweifen’, mhd. streifen ‘gleitend berühren, gleiten, ziehen, marschieren, abhäuten’, mnd. mnl. strīpen steht ablautend zu dem unter Streifen (s. d.) behandelten Substantiv. Aus ‘gleitend berühren, flüchtig über etw. hinfahren’ entwickelt sich ‘durch Entlanggleiten etw. Umhüllendes abstreifen, abziehen’ und (spätmhd.) ‘umherziehen, umherschweifen’. abstreifen Vb. ‘etw. Umhüllendes, Enganliegendes abziehen, entfernen, enthäuten’, ahd. abastreifen (11. Jh.), mhd. abestreifen, frühnhd. auch ‘sich davonmachen’ (Ende 15. Jh.), ‘ein Gebiet durchstreifen, eine Strecke zurücklegen’ (19. Jh.). Streife f. älter Streif m. ‘Streifzug, Wanderung’, spätmhd. streif m.; ‘Gruppe, kleine Einheit des Militärs oder der Polizei auf Kontrollgang’ (18. Jh.), zuvor ‘umherziehender Heerhaufen’ (16. Jh.). Streifschuß m. ‘Verletzung durch ein den Körper nur leicht berührendes Geschoß’ (18. Jh.).

Thesaurus

Militär
Synonymgruppe
Kontrollgang · Patrouille · Streife · Wachgang
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Streife‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Streife‹.

Verwendungsbeispiele für ›Streife‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch die von seinem Kloster alarmierte Streife ist schon im Haus. [Fath, Rolf: Werke - B. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 331]
Die Streife, die bereits unterwegs ist, schaltet nun Blaulicht ein. [Die Zeit, 18.07.2010 (online)]
Sie haben keine Zeit zum Streife gehen ", sagte ein Arbeiter. [Die Zeit, 18.01.2010, Nr. 03]
Seit vor Jahren einmal bei ihm eingebrochen wurde, fährt sie um sein Haus Streife. [Die Zeit, 02.11.1990, Nr. 45]
Eine alarmierte Streife nahm den einschlägig vorbestraften Mann wenig später fest. [Süddeutsche Zeitung, 26.08.2004]
Zitationshilfe
„Streife“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Streife>.

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