Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Streuung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Streuung · Nominativ Plural: Streuungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Streu-ung
Wortbildung  mit ›Streuung‹ als Erstglied: Streuungsbreite · Streuungskoeffizient  ·  mit ›Streuung‹ als Letztglied: Eigentumsstreuung · Lichtstreuung · Risikostreuung · Warenstreuung
eWDG

Bedeutungen

1.
allseitige und gleichmäßige Verbreitung, Verteilung
Beispiele:
eine breite Streuung der Waren, von Konsumgütern
in H klappt es mit der Streuung noch nicht
Medizindie Streuung eines Krankheitsherdes
[Eigenheime] in breiter sozialer Streuung [ Tageszeitung1966]
MedizinSchließlich sind Streuungen von chronischen Eiterungen in Form der allgemeinen »Blutvergiftung« zu fürchten [ Gesundheit1970]
2.
Ablenkung, Abweichung von der ursprünglichen, beabsichtigten Richtung
a)
Optik Verteilung des Lichts nach verschiedenen Seiten in Abweichung von der geraden Linie
Beispiele:
die Streuung des Lichtes hängt von der Zahl der Luftteilchen ab
Physikdie Streuung des Laserstrahls in der Erdatmosphäre
Physikeine diffuse Streuung von Ultrakurzwellen in hohen Luftschichten
b)
fachsprachlich Abweichung eines Wertes (von einem angenommenen Durchschnittswert)
Beispiele:
die Streuung statistischer Zahlen
Die starke Streuung der Meßwerte ist durch geographische und meteorologische Ursachen bedingt [ Forschungen1959]

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausbreitung · Streuung · Verbreitung · Verteilung  ●  Dissemination  fachspr.
Synonymgruppe
Diffusion · Durchmischung · Eindringen in eine Substanz · Konzentrationsausgleich · Streuung
Assoziationen
  • Diffusionsgleichung · Wärmeleitungsgleichung
Synonymgruppe
Feinverteilung · Streuung
Mathematik
Synonymgruppe
Schwankungsbreite · Streubreite · Streuung  ●  Standardabweichung  fachspr. · Varianz  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Streuung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Streuung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Streuung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der abnehmende Trend in den Streuungen ist statistisch nicht bedeutsam. [Rösler, Frank: Hirnelektrische Korrelate Kognitiver Prozesse, Berlin: Springer 1982, S. 271]
Die Streuung des Lichts läßt sich also nicht durch Ordnung minimieren. [o. A.: Die Klarsicht-Zellen. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 2000 [1999]]
Außerdem ist die Streuung der Meßwerte wesentlich kleiner, das System wird dadurch berechenbar. [C't, 1991, Nr. 1]
Ihre Funktion bestand hauptsächlich darin, eine territoriale Streuung der Opfer zu verhindern. [konkret, 1990]
Falsch gemacht hat er nichts, immer auf die vernünftige Streuung von Risiken geachtet. [Die Zeit, 09.01.2012, Nr. 02]
Zitationshilfe
„Streuung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Streuung>.

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