Strieme, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Strieme · Nominativ Plural: Striemen
WorttrennungStrie-me (computergeneriert)
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

selten
Synonym zu Striemen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Strieme · Striemen
Strieme f. Striemen m. ‘auf der Haut sichtbarer blutunterlaufener Streifen’. Mhd. strieme m., nhd. Striemen m. (mit -n aus den obliquen Kasus, Anfang 17. Jh.), Strieme f. (aus dem Plural gebildet, 16. Jh.) ‘Streifen’, seit dem 14. Jh. ‘blutunterlaufener Streifen auf der Haut als Folge von Schlägen’, auch ‘Riefe, Rippe, Furche’ (16. Jh.), mnd. strēme ‘Narbe, Strich, Streifen’, mnl. strieme, nl. striem und (ablautend) ahd. strīmo (um 1000), mhd. strīm(e) ‘Streifen’, nhd. (mundartlich) Streim(e) sowie mhd. strām ‘Streifen’, nhd. (älter, aber noch mundartlich) Stram führen als Bildungen mit m-Suffix (sofern nicht Vokalwechsel innerhalb des Germ. anzunehmen ist) auf ie. *streu- (bei mhd. -ie-) bzw. *strei- (bei mhd. -ī-) oder *strē- (bei mhd. -ā-), sämtlich Erweiterungen der Wurzel ie. *ster- ‘Streifen, Strich, Strähne, Strahl’ (s. ↗Strahl).

Thesaurus

Synonymgruppe
(blutunterlaufener) Streifen · Strieme · ↗Striemen · roter Streifen · streifenförmiger Bluterguss
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bein Bluterguß Fleck Flecken Gesicht Hals Haut Hämatom Kratzer Körper Narbe Rücken Wunde blau blutig brennen dick dunkel hinterlassen rot schwarz übersäen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Strieme‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Später entdeckt der Sohn am Rücken der Mutter dunkle Striemen.
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2003
Aber er hatte keine Striemen auf seinem Fell; das spricht wohl Bände!
Die Zeit, 22.09.1949, Nr. 38
Zu Hause sieht es später im Spiegel die langsam verblassenden Striemen auf dem Rücken.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 119
Ihre Fluchtwege sind Striemen auf dem schmerzverzerrten Gesicht dieser Welt.
Späth, Gerold: Commedia, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1980 [1980], S. 201
Nach längeren Irrfahrten hinter der feindlichen Front kam er wieder in unserer Linie an, mit dicken Striemen im Gesicht.
Jünger, Ernst: In Stahlgewittern, Stuttgart: Klett-Cotta 1994 [1920], S. 149
Zitationshilfe
„Strieme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Strieme>, abgerufen am 09.12.2019.

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