Strohsack, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Worttrennung Stroh-sack
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
mit Stroh gefüllter, ausgestopfter Sack, der als provisorische Schlafstätte dient
Beispiel:
auf dem Strohsack schlafen
2.
Beispiel:
salopp(ach du) heiliger, gerechter Strohsack! (= Ausruf, der Überraschung, Ungeduld, Ärger, Erstaunen ausdrückt)

Typische Verbindungen zu ›Strohsack‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Strohsack‹.

Verwendungsbeispiele für ›Strohsack‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zu der Zeit hat das Volk durchweg auf Strohsäcken geschlafen.
Die Zeit, 29.08.2011, Nr. 35
Auf einem Strohsack hast du geschlafen, der nur einmal im Jahr aufgeschüttelt wurde.
Brückner, Christine: Wenn du geredet hättest, Desdemona, Frankfurt a. M.: Ullstein 1986 [1983], S. 28
Von dort schleifte er einen Strohsack herüber, denn dort war es zu kalt.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 387
Tagsüber saß er teilnahmslos auf seinem Strohsack und redete kein Wort.
Langhoff, Wolfgang: Die Moorsoldaten, Stuttgart: Verl. Neuer Weg 1978 [1935], S. 92
In einer feuchten Ecke laden Strohsäcke zum depressiven Zusammenbruch ein.
Bild, 17.11.2000
Zitationshilfe
„Strohsack“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Strohsack>, abgerufen am 21.10.2020.

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