Strumpf, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Strumpf(e)s · Nominativ Plural: Strümpfe
Aussprache
Wortbildung mit ›Strumpf‹ als Erstglied: ↗Strumpfband · ↗Strumpffabrik · ↗Strumpfhalter · ↗Strumpfhose · ↗Strumpfnaht · ↗Strumpfsocke · ↗Strumpfsohle · ↗Strumpftasche · ↗Strumpfware · ↗Strumpfwirkmaschine · ↗Strumpfwolle · ↗Strümpfchen
 ·  mit ›Strumpf‹ als Letztglied: ↗Blaustrumpf · ↗Damenstrumpf · ↗Gasstrumpf · ↗Glühstrumpf · ↗Gummistrumpf · ↗Halbstrumpf · ↗Herrenstrumpf · ↗Kinderstrumpf · ↗Kniestrumpf · ↗Netzstrumpf · ↗Nylonstrumpf · ↗Perlonstrumpf · ↗Silastikstrumpf · ↗Sparstrumpf · ↗Sportstrumpf · ↗Strickstrumpf · ↗Unterziehstrumpf · ↗Wadenstrumpf · ↗Wollstrumpf
 ·  formal verwandt mit: ↗bestrumpft
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
gewirktes oder gestricktes Kleidungsstück, das den Fuß und einen Teil des Beines, bei Frauen und Kindern auch den Fuß und das ganze Bein bedeckt
Beispiele:
ein Paar Strümpfe
lange, hohe, kurze, (baum)wollene, dicke, (hauch)dünne, durchbrochene, nahtlose, plattierte, schwarze, helle, dunkle, gemusterte, neue, zerrissene Strümpfe
Strümpfe aus Perlon, Kunstseide
warme Strümpfe anziehen
umgangssprachlich warme Strümpfe anhaben
Schuhe und Strümpfe ausziehen
bei dieser Hitze trage ich keine Strümpfe
Strümpfe stopfen, stricken, waschen
ein Loch, eine Laufmasche im Strumpf haben
die Strümpfe rutschen
salopp die Strümpfe ziehen Wasser (= die Strümpfe rutschen herunter)
er schlich auf Strümpfen die Treppe hinauf
Mit zitternden Händen holte sie einen mit Geld gefüllten wollenen Strumpf aus ihrem Bette hervor [Storm2,293]
übertragen
Beispiele:
sie hat ihre Ersparnisse im Strumpf (= zu Hause, nicht auf der Bank)
salopp sich auf die Strümpfe machen (= aufbrechen, weggehen)
2.
Glühstrumpf
Beispiel:
in vielen, vielen Gaslaternen glühen die Strümpfe [R. BartschTür zu72]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Strumpf m. ‘gestrickte oder gewirkte enganliegende Beinbekleidung’, mhd. strumpf ‘Stummel, (Baum)stumpf, verstümmeltes Glied des menschlichen Körpers, Rumpf’, mnd. strump ‘verstümmeltes Glied, (Baum)stumpf, Bekleidung des Unterschenkels (aus Leder und Stoff, später gestrickt)’, norw. (mundartlich) strump ‘kleine Holzschüssel, Kübel’ (eigentlich wohl ‘ausgehöhlter Baumstumpf’) sind verwandt mit den unter ↗strampeln und ↗stramm (s. d.) verzeichneten Formen und stellen sich wie diese zu ie. *stremb-, *stremp-, Labialerweiterung der Wurzel ie. *(s)ter(ə)- ‘starr, steif sein’ (s. ↗starren). Ausgangsbedeutung ist ‘Baumstamm, Baumstumpf’; in diesem Sinne werden Strumpf und ↗Stumpf (s. d.) bis ins 18. Jh. synonym gebraucht. Danach bedeutet Strumpf nur noch ‘Beinbekleidung’ (erstmals im 16. Jh.) als Ergebnis einer modischen Entwicklung, die die ursprünglich aus einem Stück gearbeitete Bekleidung des Unterkörpers (vgl. Hosenstrumpf, 16. Jh.) in zwei Teile (Hose und Strumpf) trennt, so daß Strumpf als der übriggebliebene Rest, der ‘Stumpf’ zu deuten ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
Kniestrumpf · ↗Socke · Strumpf
Oberbegriffe
Zitationshilfe
„Strumpf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Strumpf>, abgerufen am 26.05.2019.

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