Student, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Studenten · Nominativ Plural: Studenten
Aussprache 
Worttrennung Stu-dent
Wortzerlegung studieren -ent
Herkunft zu studērelat ‘betreiben, streben, trachten, Partei nehmen, begünstigen, sich ernstlich um etw. bemühen, sich wissenschaftlich beschäftigen’ (studieren)
eWDG

Bedeutung

jmd., der an einer Universität, Hochschule oder Fachschule studiert
Beispiel:
ein Student der Medizin, Philosophie, Naturwissenschaften
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

studieren · Student · studentisch · Studiosus · stud. · Studium · Studie · Studio
studieren Vb. ‘sich intensiv um etw. (besonders um einen Wissenschaftszweig) bemühen, sich etw. aneignen, lernen, zu erforschen suchen, eine Universität oder Fachschule besuchen’, mhd. studieren, entlehnt aus lat. studēre ‘betreiben, streben, trachten, Partei nehmen, begünstigen, sich ernstlich um etw. bemühen, sich wissenschaftlich beschäftigen’. In älterer Sprache besonders vom Lernen der Lateinschüler, vom Absolvieren einer geschlossenen höheren Schulbildung (15. Jh.), später vom Besuchen einer Universität, vgl. studiert haben ‘eine Universität besucht haben’, studieren lassen ‘eine Universität besuchen lassen’ (16. Jh.). Daneben auch ‘sich mit einer Sache beschäftigen, sich intensiv informieren, nachdenken über etw.’, vgl. in der Mystik ‘nachdenken, meditieren’; in freier Verwendung ‘in das Wesen einer Sache eindringen, forschen’; eine Rolle studieren (vom Schauspieler, 18. Jh.). Student m. ‘wer studiert, an einer Fach- oder Hochschule, Universität immatrikuliert ist’, mhd. studente, auch ‘Schüler’, aus lat. studēns (Genitiv studentis), Part. Präs. von lat. studēre, substantiviert ‘Lernender, sich Bemühender’; vgl. mlat. fratres studentes bei den Franziskanern und Dominikanern ‘jüngere Ordensbrüder, die sich mit der Wissenschaft befassen’. Anfangs daher ‘Theologieschüler einer höheren geistlichen Schule’ (besonders der Franziskaner und Dominikaner), ‘Studierender an einer Universität’ (seit 15. Jh.). studentisch Adj. ‘einem Studenten gemäß, ihn betreffend’, anfangs ‘nach Wahrheit strebend, dem Studium ergeben’ (16. Jh.). Studiosus m. ‘Schüler, Student’ (heute meist scherzhaft), Übernahme (16. Jh.) von lat. studiōsus m. ‘Kunst-, Wissenschaftsbeflissener’, Substantivierung von lat. studiōsus Adj. ‘eifrig, sich befleißigend’. Aus der Studentensprache stammt für das Substantiv lat. studiōsus die Abkürzung stud. in stud. phil., stud. iur., stud. med. usw. Studium n. ‘intensive Beschäftigung mit einer (wissenschaftlichen) Sache oder Fragestellung, Hochschulausbildung’ (15. Jh.), anfangs auch ‘Studienanstalt, Lateinschule, Universität’ (14. Jh.), ‘Arbeitszimmer’ (15. Jh.), mhd. studium ‘intensive Beschäftigung mit etw.’, spätmhd. ‘Ort, wo man studiert, Universität’, Übernahme von lat. studium ‘innerer Trieb, eifriges Streben, Neigung, Lieblingsbeschäftigung, wissenschaftliches Streben, wissenschaftliche Beschäftigung, Studienort’, mlat. auch ‘geistliche Schule, Lateinschule, Universität’. Studie f. ‘Untersuchung, Vorarbeit zu einem wissenschaftlichen oder künstlerischen Werk’ (um 1800), rückgebildet aus dem zu Studium geschaffenen Plural Studien. Studio n. ‘Arbeitszimmer, Künstleratelier’ (18. Jh.), ‘Aufnahmeraum für Rundfunk- und Fernsehsendungen, Versuchsbühne’ (20. Jh.), ital. studio ‘Studier-, Arbeitszimmer, Laboratorium, Künstleratelier’, aus lat. studium.

Thesaurus

Synonymgruppe
(eine) Studierende  gendergerecht, Hauptform · Student  Hauptform · Studierender  gendergerecht, Hauptform · stud.  Abkürzung · Studi  ugs. · Studiker  ugs., ironisch · Studiosus  ugs. · armer Student (oft ironisch)  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Student‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Student‹.

Verwendungsbeispiele für ›Student‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es sei ein besonderes Moment proletarischer Solidarität gegenüber uns bürgerlichen Studenten betont. [o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 115]
Sie gab es eigentlich früher schon, vor allem bei den Studenten. [Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 261]
Der junge Student irrte unstet von einer Wissenschaft zur anderen. [Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 201]
Wie gestaltet sich die Lage eines absolvierten Studenten, der entschlossen ist, der Wissenschaft innerhalb des akademischen Lebens sich berufsmäßig hinzugeben? [Weber, Max: Wissenschaft als Beruf. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre, Tübingen: Mohr 1922 [1919], S. 897]
Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Leistungen durch Studenten bewerten lassen? [Der Spiegel, 02.11.1992]
Zitationshilfe
„Student“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Student>.

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