Stumpen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Stumpens · Nominativ Plural: Stumpen
Aussprache
WorttrennungStum-pen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Stumpen‹ als Letztglied: ↗Hutstumpen
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
landschaftlich (Baum)stumpf
2.
stumpf abgeschnittene, kurze Zigarre
3.
grob vorgeformter Filz o. Ä., der zu einem Hut verarbeitet wird
4.
landschaftlich kleiner Junge, Mann
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stumpen m. ‘Rest von etw., kleine Menge, Stummel’, seit dem 14. Jh. belegte obd. Nebenform von ↗Stumpf (s. d.). In ihrer Bedeutung verselbständigt ‘nicht verzierte Grundform eines Filz- oder Strohhutes’ (19. Jh.), ‘dicke, kurze Zigarrensorte mit stumpfem Ende’ (Anfang 20. Jh.). Obd. Stumpe(n) enthält möglicherweise einen anderen Wurzelauslaut (germ. b) als die unter ↗Stumpf genannten Formen.

Thesaurus

Synonymgruppe
(der) Stubben (Baumstumpf) · (die) Stubbe (Baumstumpf) · Stumpen · ↗Stumpf
Synonymgruppe
Zigarre  ●  Stumpen  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Zigarette  ●  ↗Fluppe  ugs. · ↗Glimmstängel  ugs. · ↗Kippe  ugs. · ↗Lulle  ugs. · ↗Lunte  ugs. · ↗Pyro  ugs., negativ · ↗Sargnagel  ugs., scherzhaft-ironisch · ↗Tschick  ugs., österr. · Zichte  ugs. · Ziese  ugs. · Zigi  ugs., schweiz. · ↗Zippe  ugs.
  • (sich) eine Zigarette anstecken · ↗rauchen · ↗schmauchen  ●  (sich) eine anstecken  ugs. · (sich) eine rauchen gehen  ugs. · eine (Zigarette) durchziehen  ugs. · ↗paffen  ugs. · ↗qualmen  ugs. · ↗quarzen  ugs. · ↗schmöken  ugs., norddeutsch
  • (ne) Selbstgedrehte  ●  (eine) Marke Eigenbau  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Mund Sänger Zigarillo Zigarre dick rauchen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stumpen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mir gefallen auch bei Frauen große Nasen, ich stehe nicht auf diese operierten Stumpen.
Die Welt, 13.03.2003
Ich habe gesehen, wie es aussieht, wenn jemand auf eine Mine tritt und es bleiben nur blutige Stumpen von den Beinen übrig.
Süddeutsche Zeitung, 23.11.2001
Ich hätte gern noch einmal so einen Stumpen in dunkelrot oder grün.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 25.04.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Die kleine Frau kniete im Moos vor diesen Stumpen und war geradezu zärtlich zu ihnen.
Johst, Hanns: Die Torheit einer Liebe, München: Langen Müller 1942 [1930], S. 139
Und jetzt gönnte man ihr sogar das Bier nicht mehr und die Stumpen.
Ball, Hugo: Flammetti. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 5091
Zitationshilfe
„Stumpen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Stumpen>, abgerufen am 22.11.2019.

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