Suada, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Suada · Nominativ Plural: Suaden
WorttrennungSu-ada · Sua-da (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1976

Bedeutung

spöttisch
1.
(thematisch zusammenhängender) Redeschwall
Beispiele:
eine Suada hervorbringen
salopp eine Suada loslassen
er wußte nicht, wie er den Mann loswerden sollte, der eben zu einer neuen Suada ausholte [KrenekinÖsterr. Erzähler1,521]
2.
Beredsamkeit
Beispiel:
verschiedene […] Dinge, die er mit der Suada eines Doktor Eisenbart anzupreisen wußte [Kisch2,1,496]

Thesaurus

Synonymgruppe
Erguss · ↗Redefluss · ↗Redeschwall · ↗Sermon · Suada · ↗Suade · ↗Tirade · ↗Wortfülle · ↗Wortschwall · wortreiche Rede
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Suada · ↗Überredung · ↗Überredungskunst  ●  ↗Persuasion  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

anheben antisemitisch endlos unterbrechen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Suada‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein wichtiger Satz geht in dieser fröhlichen Suada fast unter.
Süddeutsche Zeitung, 15.10.2003
Denn so definieren sich die fünf abgespaltenen Ichs in ihrer Suada.
Die Welt, 11.06.2003
Nur seine Suada verrät den Druck, unter dem Worms steht.
Die Zeit, 19.04.1985, Nr. 17
Gegen diese Evidenz nun setzt der Herr Graf - ich bin mit dem Recht einer unendlich plumperen Zunge nur ein Baron - seine ganze Suada ein.
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 9
Entgleiste müssen eingerenkt, geerdet, nicht in einer Suada von nichtssagenden Fachausdrücken gebadet werden.
Burger, Hermann: Die künstliche Mutter, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1986 [1982], S. 163
Zitationshilfe
„Suada“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Suada>, abgerufen am 15.10.2019.

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