Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Subvention, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Subvention · Nominativ Plural: Subventionen
Aussprache 
Worttrennung Sub-ven-ti-on
Wortbildung  mit ›Subvention‹ als Erstglied: Subventionsabbau · Subventionsempfänger · Subventionspolitik · subventionieren
 ·  mit ›Subvention‹ als Letztglied: Agrarsubvention · Brotsubvention · Dauersubvention · Exportsubvention · Getreidesubvention · Kohlesubvention · Lohnsubvention · Mietsubvention · Preissubvention · Steuersubvention
Herkunft zu subventiospätlat ‘Hilfeleistung, Beistand’ < subvenīrelat ‘(von unten) herankommen, zu Hilfe kommen, beistehen, in die Gedanken kommen’
eWDG

Bedeutung

Wirtschaft zweckgebundene finanzielle Zuwendung aus staatlichen Mitteln an einen Wirtschaftszweig oder an Unternehmen ohne Rückzahlungspflicht
Beispiele:
die Gewährung von (staatlichen) Subventionen
Subventionen zur Preisstützung (bei Grundnahrungsmitteln)
Subventionen im Sozialismus haben Übergangscharakter
Subventionen im staatsmonopolistischen Kapitalismus dienen besonders der Begünstigung der Monopole
Das Theater erhält eine hohe Subvention, weiß der Himmel, wie hoch die Summe ist [ NossackNovember159]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Subvention · subventionieren
Subvention f. ‘(finanzielle) Unterstützung, zweckgebundener Zuschuß (aus staatlichen Mitteln) ohne Rückerstattungspflicht’, Entlehnung (1. Hälfte 18. Jh., geläufig seit Mitte 19. Jh.) von spätlat. subventio (Genitiv subventiōnis) ‘Hilfeleistung, Beistand’, zu lat. subvenīre ‘(von unten) herankommen, zu Hilfe kommen, beistehen, in die Gedanken kommen’ (vgl. lat. venīre ‘kommen’). subventionieren Vb. ‘durch Subvention unterstützen und finanzieren’ (2. Hälfte 19. Jh.); vgl. frz. subventionner (1. Hälfte 19. Jh.).

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Beihilfe · Finanzspritze · Fördermittel · Förderung · Gönnerschaft · Subvention · Unterstützung · Unterstützungszahlung · Zuschuss  ●  Geldsegen  fig. · Zustupf  schweiz.

Typische Verbindungen zu ›Subvention‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Subvention‹.

Verwendungsbeispiele für ›Subvention‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es zeigt nur, wie schwer das durchzusetzen sein wird; schließlich lässt sich jede Subvention irgendwie begründen. [Die Zeit, 27.01.2000, Nr. 5]
Der Kultur fehlt es an Subventionen, aber nicht an Ideen. [Die Zeit, 15.10.1998, Nr. 43]
Die Kultur hat es schwer, es gibt keinerlei staatliche Subventionen, allenfalls private Sponsoren, die jeder selbst finden muß. [Die Zeit, 15.10.1998, Nr. 43]
Auf diese Weise sind die meisten Subventionen entstanden, die dann nie wieder zurückgenommen wurden. [Die Zeit, 08.10.1998, Nr. 42]
Er würde gerne schneller an die Subventionen herangehen und sie abbauen. [Nr. 158: Gespräch Kohl mit Modrow vom 3. Februar 1990. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1990], S. 24506]
Zitationshilfe
„Subvention“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Subvention>.

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